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3.  Da  tritt  aus  seiner  Kluft  hervor
Der  Räuber,  groß  und  wild,

Er  schwingt  sein  Hünenschwert  empor
Und  schlägt  an  seinen  Schild:

„Du  hast  ja  viele  Wächter,

Warum  denn  litten's  die?

Dir  dient  so  mancher  Fechter,

Und  keiner  kämpft  um  sie?“

4.  Noch  stehn  die  Fechter  alle  stumm,

Tritt  keiner  aus  den  Reih'n;

Der  blinde  König  kehrt  sich  um:

„Bin  ich  denn  ganz  allein?“

Da  faßt  des  Vaters  Rechte

Sein  junger  Sohn  so  warm:

„Vergönn  mir's,  baß  ich  fechte!

Wohl  fühl'  ich  Kraft  im  Arm.“

5.  „O  Sohn,  der  Feind  ist  riesenstark,
Ihm  hielt  noch  keiner  stand;
Und  doch,  in  dir  ist  edles  Mark,
Ich  fühl's  am  Druck  der  Hand.
Aimm  hier  die  alte  Klinge!
Sie  ist  der  Skalden  Preis.
Und  fällst  du,  so  verschlinge
Die  Flut  mich  armen  Greis!“

6.  Und  horch!  Es  schäumet  und  es  rauscht
Der  Nachen  übers  Meer;

Der  blinde  König  steht  und  lauscht,

Und  alles  schweigt  umher,

Bis  drüben  sich  erhoben

Der  Schild“  und  Schwerter  Schall

Und  Kampfgeschrei  und  Toben

Und  dumpfer  Widerhall.

7.  Da  ruft  der  Greis  so  freudig  bang:
„Sagt  an,  was  ihr  erschaut!
Mein  Schwert,  ich  kenn's  am  guten  Klang,
Es  gab  so  scharfen  Laut.“  —
„Der  Räuber  ist  gefallen,
Er  hat  den  blut'gen  Lohn.
Heil  dir,  du  Held  vor  allen,
Du  starker  Königssohn!“