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den  der  Chinesen,  so  daß  die  ganze  Expedition  vernichtet  werden
  konnte.  Die  Festungen  mußten  also  um  jeden  Preis
genommen  werden.

Nur  sechs  Kanonenboote  unternahmen  den  Angriff.  Hierzu
gehörte  auch  das  deutsche  Kanonenboot  Iltis.  Es  war  als  Ersatz
  für  das  vier  Jahre  vorher  an  Chinas  Küste  im  Wirbelsturm
  zerschellte  gleichnamige  Säiiff  neu  erbaut  worden.  Eine
größere  Abteilung  Secleute  wurde  gelandet;  sie  sollte  unter
dem  deutschen  Kapitän  zur  See  Pohl  auf  ein  vom  Iltis  gegebenes
  Zeichen  stürmend  vorgehen.  In  der  Nacht  vom  16.  zum
17.  Juni  begannen  die  Chinesen  den  Kampf,  und  die  Kanonenboote
  nahmen  sofort  die  Beschiebung  des  starken  Gegners  auf.
Der  ungleiche  Kampf  dauerte  die  ganze  Nacht.  Die  Chinesen
schossen  gut,  aber  unsere  Leute  schossen  besser,  und  als  der
helle  Tag  hereinbrach,  schwieg  manche  feindliche  Kanone.  Aber
auch  auf  den  Schiffen  der  Verbündeten  sah  es  nicht  mehr  zum
besten  aus.  Auf  dem  lltis  waren  bereits  zwei  Kanonen  zerstört,
und  mancher  brave  Seemann  hatte  sein  Leben  ausgehaucht.

Lange  durfte  dieser  ungleiche  Kampf  nicht  mehr  dauern;
denn  wenn  auch  schon  einzelne  Werke  von  den  todesmutigen
Scharen  des  Kapitäns  Pohl  erstürmt  waren,  so  waren  doch
immer  noch  andere  starke  Batterien  vorhanden.  Da  beschloß
Kapitän  Lans,  ganz  dicht  auf  einige  hundert  Meter  an  die  Chinesen
  heranzugehen,  und  unter  dem  Jubelruf  aller  Mannschaften
setzte  sich  der  Iltis  an  die  Spitze  der  noch  übrigen  Kanonen--boote.
  Nun  hatten  die  Chinesen,  deren  Kanonen  nicht  alle  so
tief  2zielen  konnten,  das  Spiel  verloren.  Aber  während  dieses
tapfern  Draufgehens  schlug  eine  Granate  in  die  schon  halb  zerstörte
  Kommandobrücke  und  zerschmetterte  dem  Kommandanten
ein  Bein.  Eine  andere  warf  ihn,  der  nicht  von  der  Stelle  wich,
auf  Deck  nieder.  Doch  die  feindlichen  Batterien  waren  zum
Schweigen  gebracht,  der  Sieg  war  errungen,  und  bald  flatterten
  die  Flaggen  der  Verbündeten  auf  allen  Peihoforts.  Teuer
hatte  der  Utis  diesen  Sieg  bezahlt,  sieben  Tote  und  zwölkf
Schwerverwundete  hatte  er  zu  beklagen.  Die  mutige  Schar
hatte  sich  aber  der  Besatzung  des  alten  Utis  würdig  erwiesen,
die  treu  bis  in  den  Tod  mit  einem  Hurra  auf  ihren  Kaiser  in
den  Wellen  versunken  war.