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Doch  dein  Cewissen  zeigt  den  Feind  dir  an,
And  eine  Stimme  ruft  in  dir:  „Sei  wach!“

5.  Dann  wach  und  hämpf!  Es  ist  ein  Feind  bereit:
Die  Lüg'  in  dir,  sie  drohet  dir  Gefahr.
Kind,  Deutsche  kämpften  tapfer  allezeit;
Du,  deutsches  Kind,  sei  tapfer,  treu  und  wahr!

08.  Das  Geheimnis  der  Mischung.  von  cudwig  Ganghoker.
1.
In  der  Ecke  eines  Kaffeehauses  saßen  an  einem  kleinen  Tische  zwei

Mãnner.  Der  eine  von  ihnen,  der  in  seinem  Kußern  den  vermõgenden
  Mann  verriet,  trug  schon  das  Grau  des  Alters  über  der
hohen  Stirn.  Ruhiger  Ernst  lag  auf  dem  glattrasierten  Gesicht,  und
seine  stahlgrauen  Kugen  hafteten  mit  gespannt  forschenden  Blichen  auf
den  heftig  erregten,  wie  in  Sieberröte  brennenden  Sügen  seines  Gegenübers.
  Das  war  ein  Mann  von  etwa  fünfunddreißig  Jahren,  eine
stramme,  kräftig  entwichelte  Gestalt.  Ein  weiches  Gemüt  und  die  feste
Entschlossenheit  des  erprobten  Arbeiters  sprachen  in  seltsamer  Mischung
aus  seinem  Gesicht,  das  von  braunen,  straffen  Haaren  umrahmt  war.
So  saßen  sich  die  beiden  wortlos  gegenüber.  Endlich  brach  der  klltere
das  Schweigen:  „Nun,  Herr  Schaller?  Wissen  Sie  denn  gar  beine
Kntwort  zu  finden?“  »

Wie  erschrochen  fuhr  der  Angeredete  mit  dem  Wopf  in  die  höhe.
„Nein,  nein  und  nein!  Ich  tu's  nicht  —  und  wenn  Sie  mir  eine
Million  anbieten  —  ich  tu's  nicht!  Das  war  mein  erstes  Wort,  und
das  ist  auch  mein  letztes!“

„So  seien  Sie  doch  vernünftig,  Schaller,  und  —  sprechen  Sie  ein
wenig  leiser.  Ich  streite  ja  nicht  gegen  Ihre  Gewissenhaftigkeit  —
im  GEegenteil,  sie  gefällt  mir  —,  aber  praktisch  sein  ist  auch  eine
schöne  Sache.  Und  übrigens,  ich  will  ja  nicht  verlangen,  daß  Sie
mir  das  Geheimnis  geradeweg  verkaufen  sollen,  Gott  bewahre!  Mir
ist  es  nicht  um  das  zu  tun,  was  Sie  seit  acht  Tagen  wissen,  sondern
um  Sie  selbst,  lieber  Schaller.  Sie  sind  ein  kluger  Kopf  und  ein
tüchtiger  Arbeiter.  Solche  Leute  kann  ich  brauchen  in  meiner  Fabrih,
sie  sind  mir  Gold  wert.  Seien  Sie  vernünftig,  kommen  Sie  zu  mir,
ich  biete  Ihnen  die  Inspektorstelle  in  meiner  Fabrik  an.  Ich  gebe
Ihnen  das  Doppelte  von  dem,  was  Sie  bei  Sendelmann  &amp;  Nomp.
beziehen,  und  mache  mit  Ihnen  einen  zehnjährigen  Vertrag  mit  jährlich
  steigendem  Gehalt.“  —