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ich  fast  zu  Boden  falle,  zum  Hause  hinaus.  Aber  ich  wende
mich  um,  und  jetzt  renne  ich  dem  Buchhalter  gerade  auf  die
Brust.  Ich  wende  mich  wieder  ab  und  springe  die  Treppe
hinauf,  und  ,  1187  Gulden  30  Kreuzer  bin  ich  schuldig!  schrei’
ich  der  Witwe  zu,  die  oben  an  der  Treppe  steht.

lch  habe  der  Witwe  bei  Heller  und  Pfennig  meine  Schuld
bezahlt.  Das  tröstet  mich  jetzt,  und  das  nehme  ich  mit  ins
Grab.“"  «

101.  Der  Fluch  des  Bösen.  von  Erwin  Gros.

Es  war  im  Hhafen  von  Hamburg.  Ein  großer  Dampfer  rüstete  zur
Kbfahrt.  Dem  gewaltigen  Schornstein  entströmte  dichter  Qualm.
Das  Schiff  zitterte  leise  wie  ein  edler  Renner,  der  dem  Swange  der
Sügel  entrinnen  und  dahinstürmen  möchte.  Kuf  dem  Derdeck  standen
die  Dassagiere  Kopf  an  Kopf  und  schauten  landwärts.  Welche  Mannlgfaltigkeit
  von  Gefühlen  im  Gewirr  der  Gesichter!  hier  Langeweile
und  Gleichgültigkeit,  dort  Staunen  und  Bewunderung;  hier  Freudigkelt,
  dort  Angst;  hier  leis  aufquellendes  heimweh,  dort  tränenreicher
Scheideschmerz.

fin  der  Brüstung,  dem  Strome  zugewandt,  stand  ein  junger  Mann.
Seine  Rugen  schauten  düster  auf  die  bewegte  Wasserfläche.  Er  schien
der  Kußenwelt  ganz  entrücht.  Dlötzlich  fuhr  er  jäh  herum.  Neben
ihm  waren  im  Flüstertone  die  Worte  gesprochen  worden:  „Da  sind
zwei  Herren  von  der  Berliner  Dolizei.“  TLeichenblaß  wurden  seine
Wangen.  Einen  raschen  Blick  warf  er  nach  der  Landungsbrüche,  dann
ging  er  eilig  hinab  zum  Swischendech.  Gleich  darauf  erkönte  ein  vielstimmiger
  Ruf:  „Mann  über  Bord,  Hilfe!“  Wilde  Bewegung  auf  dem
Schiffe!  Ein  Boot  fährt  rasch  heran.  Umsonst  —  nach  langem  Suchen
zieht  man  einen  toten  Mann  aus  dem  gurgelnden  Wasser.  —  ,

ZukfelbensiundciitztaufeinemdokfkikchhofeindeuThütinger
Bergen  eine  alte  Krau  an  einem  Grabe.  Es  ist  das  Grab  ihres
Mannes.  Wohin  soll  sie  sonst  gehen  in  ihrem  CLeide?  Es  ist  ihr,  als
müsse  sie  Trost  bekommen  hier,  wo  er  schlummert,  der  einst  ihre  Stütze
war.  „Wie  gut,  Gottfried,  daß  du  das  nicht  erlebt  hast,  du  hättest
es  nicht  ertragen!“  Ceise  flüstern's  ihre  Lippen.  Dabei  hält  sie  das
kalte  Grabkreuz  umfaßt;  Träne  auf  Träne  rollt  über  die  runzligen
Wangen.  Worüber  weint  die  alte  Frau?

Sie  hatten  einen  Jungen.  Ihr  ganzes  herz  gehörte  diesem
einzigen.  „Er  ist  zu  gescheit  zum  Bauern",  sagte  sein  Date  aus  dem
Städtchen,  und  die  Eitelkeit  der  Mutter  bejahte  diesen  törichten  Satz.
Der  Junge  kam  in  die  Stadt.  Dlel  Geld  wandte  seine  Mutter  daran,

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