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8.  Wie  so  er  sprach  zum  Höchsten  kinderhaft,
Kam  brausend  her  der  Sturm,  und  es  geschah,
Daß  aufwärts  er  sich  fühlte  hingerafft.

9.  Und  wie  er  Boden  faßte,  fand  er  da
Sich  einsam  in  der  Mitte  räum'ger  Hallen,
Wo  ringsum  sonder  Sahl  er  Kreuze  sah.

10.  Und  eine  Stimme  hört'  er  dröhnend  hallen:
„Hier  aufgespeichert  ist  das  Leid;  du  hast
õu  wählen  unter  diesen  MKreuzen  allen!"

11.  Dersuchend  ging  er  da,  unschlüssig  fast,
Don  einem  Nreuz  zum  anderen  umher,
Sich  auszuprüfen  die  bequemre  Tast.

12.  Dies  Kreuz  war  ihm  zu  groß  und  das  zu  schwer,
So  groß  und  schwer  war  jenes  andre  nicht,
Doch  scharf  von  Kanten,  drücht'  es  desto  mehr.

13.  Das  dort,  das  warf  wie  Gold  ein  gleißend  Cicht;
Das  locht  ihn,  unversucht  es  nicht  zu  lassen;
Dem  goldnen  Glanz  entsprach  auch  das  Gewicht.

14.  Er  mochte  dleses  heben,  jenes  fassen,
Zu  keinem  neigte  noch  sich  seine  Wahl:
Es  wollte  keines,  heines  für  ihn  passen.

15.  Durchmustert  hatt'  er  schon  die  ganze  Zahl  —
Derlorne  Mũh'!  Dergebens  war's  geschehen!
Durchmustern  mußt'  er  sie  zum  andernmal.

16.  Und  nun  gewahrk'  er,  früher  übersehen,
Ein  Kreuz,  das  leidlicher  ihm  schien  zu  sein,
Und  bei  dem  einen  blieb  er  endlich  stehen.

17.  Ein  schlichtes  Marterholz,  nicht  leicht,  allein
Ihm  paßlich  und  gerecht  nach  Kraft  und  Maß.
„berr,“  rief  er,  „so  du  willft,  dies  Kreuz  sei  mein!“

18.  Und  wie  er's  prüfend  mit  den  Augen  maß  —
Es  war  dasselbe,  das  er  sonst  getragen,
Wogegen  er  zu  murren  sich  vermaß.

Er  lud  es  auf  und  trug's  nun  sonder  Nlagen.