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nach  dem  Maschinenraum:  „Vorwärts“,  und  gleich  darauf  wühlen  die
gewaltigen  Flügel  der  Schiffsschraube  das  Wasser  auf.  „Dolldampf
voraus!“  Im  Schlepptau  des  Dampfers  eilt  so  das  Rettungsboot  zur
Unglüchsstätte.  Die  auf  der  Reede  liegenden  Schiffe  begrüßen  das
rote  Kreuz  im  weißen  Felde  mit  lautem  „Hipp,  hipp,  hurral“  Denn
sie  wissen,  dies  wackere  Boot  wird  auch  ihnen  zu  Hilfe  eilen,  wenn
sie  einmal  in  Not  kommen.

Je  mehr  der  Schlepper  sich  vom  Ufer  entfernt,  um  so  schwerer
wird  der  Seegang.  Engstlich  halten  der  Kapitän  des  Dampfers  und
der  Dormann  des  Rettungsbootes  mit  ihren  guten  Ferngläsern  Kusschau.
  „Wenn  wir's  nur  halten  hönnen,  ehe  die  See  klar  Dech“  gemacht
  hat!“  schreit  der  Kapitän  des  Schleppdampfers  seinem  Steuermann
  durch  das  Brausen  des  Sturmes  zu.  Dann  geht  er  nach  dem
Maschineneingang  und  ruft  hinunter:  „Meister!  Könnt  ji  ehm  noch  en
beden  mehr  „Kattun“  gewen?"  (Könnt  ihr  die  Maschine  noch  etwas
stärker  heizen?)  Darauf  wendet  er  sich  wieder  nach  dem  Ruderhaus
und  beobachtet  mit  selnem  „Nieker“  scharf  den  horizont.  —  „Da  ist
er!“  ruft  der  Kapitän  endlich  seinem  Steuermann  zu  und  zeigt  der
Mannschaft  des  Rettungsbootes  mit  der  Hand  die  Richtung,  in  der
das  Wrach  sichtbar  ist.  Immer  deutlicher  sieht  man  das  notleidende
Schiff.  Jetzt  erblicht  man  die  Klagge  im  Mast,  jetzt  die  Schiffbrüchigen
selbst.  Sie  haben  sich  auf  das  Kukerspill  geflüchtet.  Die  Frau  des
Schiffers  sitzt  in  der  Mitte.  Sie  hat  ein  Tuch  um  die  Schultern  gebunden,
  in  dem  ein  hleines  Nindchen  schlummert,  und  rechts  und  links
drängen  sich  an  sie  zwei  größere  Jungen  heran,  die  sich  ängstlich  an
den  Mleldern  der  Mutter  festhalten.  Der  Schiffer  steht  an  den  Wanten
und  hält  das  Fernrohr  vor  die  Kugen,  während  der  älteste  Sohn,  ein
Junge  von  sechzehn  Jahren,  oben  im  Mast  hängt  und  nach  Rettung
ausspäht.  Jetzt  kommt  Bewegung  in  die  Gruppe  der  Schiffbrüchigen.
Sie  haben  gesehen,  daß  der  Dampfer  auf  sie  zukommt,  um  hilfe  zu
bringen.  Der  Schiffer  winht  mit  dem  Südwester,  die  Frau  mit  dem
Sipfel  des  Umschlagtuches,  und  die  Kleinen  strechen  die  Hände  in
die  höhe.  Kuf  dem  Deck  der  Ujalk  sieht  es  traurig  aus;  denn  die
wütende  See  hat  alles  zerschlagen.  Der  Besanmast  ist  gebrochen,  die
Najüte,  das  saubere  heim  der  Familie,  ist  weggewaschen.  Man  sieht
hier  wieder,  wie  furchtbar  die  Gewalt  der  aufgeregten  Wellen  ist.
Die  See  schlägt  über  das  Kchterdech  der  Ujalk,  während  am  Vorschiff
schon  Spritzer  überbommen.  Es  ist  hohe  zeit!

Das  Wrack  sitzt  ziemlich  hoch  auf  den  Klippen,  und  der  Schlepper
darf  sich  nicht  weiter  heranwagen,  wenn  er  nicht  auch  stranden  will.
Ein  Dsiff!  Die  Mannschaft  des  Rettungsbootes  hat  sich  auf  den
Ruderbänken  festgelascht  und  legt  die  Riemen.  „Los!“"  ruft  der  Vor-