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11.  Drel  Wetter  zusammen!  Uun  breunt  die  Welt!
Was  dar  —  Ein  Boot,  das  landwärts  hält  —
Sie  sind  es!  Sie  Romment  —

12.  Und  Huge  und  Ohr  Ins  Dunkel  gespbannt
Still  —  ruft  da  nmicht  einer  —  E#.#schrell’s  durch  dle  5and:
„Sagt  Uutter,  s  ist  Uwe!“

113.  Das  brave  Mütterchen.  um  garl  Müllenholl

Es  war  im  Winter,  und  das  Eis  stand.  Da  beschlossen  die  Husumer,
  ein  großes  Fest  zu  feiern.  Sie  schlugen  Zelte  auf,  und
alt  und  jung,  die  ganze  Stadt  versammelte  sich  draußen.  Die  einen
liefen  Schlittschuh,  die  andern  fuhren  in  Schlitten;  in  den  Zelten
erscholl  Musil;  Tänzer  und  Tänzerinnen  schwenkten  sich  herum,  und
die  Alten  saßen  an  den  Tischen  und  tranken  eins.  So  verging  der
ganze  Tag,  und  der  helle  Mond  ging  auf.  Aber  der  Jubel  schien
nun  erst  recht  anzufangen.

Nur  ein  altes  Mütterchen  war  von  allen  Leuten  allein  in  der
Stadt  zurückgeblieben.  Sie  war  krank  und  gebrechlich  und  konnte
ihre  Füße  nicht  mehr  gebrauchen;  aber  da  ihr  Häuschen  auf  dem
Deiche  stand,  konnte  sie  von  ihrem  Bett  aufs  Eis  hinaussehen
und  sich  die  Freude  betrachten.  Wie  es  nun  gegen  den  Abend  kam,
da  gewahrte  sie  im  Westen  ein  kleines  weißes  Wölkchen,  das  eben
am  Horizont  aufstieg.  Da  überfiel  sie  eine  unendliche  Angst.  Sie
war  in  früheren  Jahren  mit  ihrem  Manne  zur  Sec  gewesen  und
verstand  sich  wohl  auf  Wind  und  Wetter.  Sie  rechnete  nach:  in
einer  kleinen  Stunde  wird  die  Flut  dasein;  dann  wird  ein  Sturm
losbrechen,  und  alle  sind  verloren.  Da  rief  und  jammerte  sie  so
laut,  als  sie  nur  konnte;  aber  niemand  war  in  ihrem  Hause,  und
die  Nachbarn  waren  alle  auf  dem  Eise;  niemand  hörte  sie.

Immer  größer  wurde  unterdes  die  Wolke  und  immer  schwärzer;
  noch  einige  Minuten,  und  die  Flut  mußte  dasein,  der  Sturm
losbrechen.  Da  rafft  sie  all  ihr  bißchen  Kraft  zusammen  und  kriecht
auf  Händen  und  Füßen  aus  dem  Bette  zum  Ofen.  Glücklich  findet
sie  noch  einen  Brand,  schleudert  ihn  in  das  Stroh  ihres  Bettes  und
eilt,  so  schnell  sie  kann,  hinaus,  um  sich  in  Sicherheit  zu  bringen.
Augenblicklich  stand  das  Häuschen  in  hellen  Flammen.  Wie  der
Feuerschein  vom  Eise  aus  gesehen  wurde,  stürzte  alles  in  wilder
Hast  dem  Strande  zu.  Schon  sprang  der  Wind  auf  und  fegte
den  Staub  auf  dem  Eise  vor  ihnen  her.  Der  Himmel  ward  dunkel;