2.  „Ich  bin“,  spricht  jener,  „zu
sterben  bereit

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6.  Da  gießt  unendlicher  Regen
herab,

Und  bitte  nicht  um  mein  Leben;  6  Von  den  Bergen  stürzen  die  Quellen,

Doch  willst  du  Gnade  mir  geben,
Ich  flehe  dich  um  drei  Tage  Zeit,

Und  die  Bäche,

die  Ströme

schwellen.

Bis  ich  die  SEchwester  dem  chatten  Und  er  kommt  ans  Ufer  mit

wanderndem  Stab,

gefrei
Ich  lasse  den  grihnd  dir  als  1  Da  reißet  die  Brücke  der  Strudel

ürgen,

hinab,

Ihn  magst  du,  entrinm  ich,  er-Und  donnernd  sprengen  die  Wogen

würgen.“

3.  Da  lächelt  der  König  mit

arger  List
Und  spricht  nach  kurzem  Bedenken:
„Drei  Tage  will  ich  dir  schenken;

Doch  wisse,  wenn  sie  verstrichen

die  Frist,

Eh  du  zurück  mir  gegeben  bist,  1

#4  Des  Gewölbes  krachenden  Bogen.

7.  Und  trostlos  irrt  er  an  Ufers
Rand;

Wie  weit  er  auch  spähet  und  blicket
Und  die  Stimme,

die  rufende,

schicket,
Da  stößet  kein  Nachen  vom  sichern

Strand,

So  muß  er  statt  deiner  erblassen,  Der  ihn  setze  an  das  gewünschte
Land

Doch  dir  ist  die  Strafe  erlassen.  "
Kein  Schiffer  lenket  die  Fähre,

4.  Und  er  kommt  zum  Freunde:  Und  der  wilde  Strom  wird  zum

„Der  König  gebeut,  Q
Daß  ich  am  Kreuz  mit  dem  Leben
Bezahle  das  frevelnde  Streben;
Doch  will  er  mir  gönnen  drei  „

Tage  Zeit,
Bis  ich  die  Schwester  dem  Gatten
gefreit;
Sobleib  du  dem  König  zum  Pfande,
Bis  ich  komme,  zu  lösen  die  Bande.“

5.  Und  schweigend  umarmt  ihn
der  treue  Freund
Und  liefert  sich  aus  dem  Tyrannen;
Der  andere  ziehet  von  dannen.
Und  ehe  das  dritte  Morgenrot
scheint,

Hat  er  schnell  mit  dem  Gatten  die  T

Schwester  vereint,
Eilt  heim  mit  sorgender  Seele,
Damit  er  die  Frist  nicht  verfehle.

Meere.

8.  Da  sinkt  er  ans  Ufer  und

weint  und  fleht.

Die  Hände  zum  Zeus  erhoben:

„O  hemme  des  Stromes  Toben!

Es  eilen  die  Stunden,  im  Mittag
steht

Die  Sonne,  und  wenn  sie  niedergeht,

Und  ich  kann  die  Stadt  nicht  erreichen,


So  muß  der  Freund  mir  erleichen."“


9.  Doch  wachsend  erneut  sich  des
Stromes  Wut,
Und  Welle  auf  Welle  zerrinnct,
Und  Stunde  an  Stunde  entrinnet.
Da  treibt  ihn  die  Angst,  da  faßt
er  sich  Mut