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12.  Liebe,  die  von  Herzen  liebt,
Ist  am  reichsten,  wenn  sie  gibt;
Liebe,  die  von  Opfern  spricht,
Ist  schon  rechte  Liebe  nicht.  Geibel

126.  John  Mannard.  Von  Theodor  Fontane.

Ja  Mannard!
„Wer  ist  John  Marnard?“
„John  Mapnard  war  unser  Steuermann,
Aus  hielt  er,  bis  er  das  Ufer  gewann,
Er  hat  uns  gerettel,  er  trägt  die  Kron",
Er  starb  für  uns,  unsre  Liebe  sein  Lohn.

John  Maynard.“

*

Die  „Schwalbe“  fliegt  Uber  den  Eriesee,

Gischt  schäumt  um  den  Bug  wie  Flocken  von  Schnee,

VDon  Deiroit  fliegt  sie  nach  Zuffalo  —

Die  Herzen  aber  sind  frei  und  froh,

Und  die  Hassagiere  mit  Kindern  und  Frau'n

Im  Dänmierlicht  schon  das  Ufer  schaun,

Und  plaudernd  on  John  Maxnard  heran

Tritt  alles:  „Wie  weit  noch,  Steuermann?“

Der  schaut  nach  vorn  und  schaut  in  die  Rund':
„Noch  dreißig  Minuten  halbe  Stund'.“

Alle  Herzen  sind  froh,  alle  Herzen  sind  frei  —
Da  klingt's  aus  dem  Schiffsraum  her  wie  Schrei,
„Feuer!“  war  es,  was  da  klang,

Ein  Qualm  aus  Uajüt'  und  Luke  drang,
Ein  Qualm,  dann  Flammen  lichterloh,
Und  noch  zwanzig  Minuten  bis  Zuffalo.

Und  die  Dassagiere,  buntgemengt,
Am  Zugspriet  stehn  sie  zusammengedrängt,
Am  Zugspriet  vorn  ist  noch  Luft  und  TLicht,
Am  Steuer  aber  lagert  sich's  dicht,
Und  ein  Jammern  wird  laut:  „Wo  sind  wir?  Wo?“
Und  noch  fünfzehn  Minuten  bis  BZuffalo.

Der  Sugwind  wächst,  doch  die  Dualmwolke  steht,
Der  UHapitän  nach  dem  Steuer  späht,
Er  sieht  nicht  mehr  seinen  Steuermann,