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samen  Vogel  geträmmt.  Tiefunten  lärmt  noch  das  Gewühl  der
Wanderer  der  Erde,  hochoben  gehen  noch  die  Wanderer  des  Himmels,
  die  stillen  Wolken,  ihren  großen  Gang,  aber  niemand  mehr
umfliegt  das  steile  Dach  als  der  Dohlen  krächzender  Schwarm.

128.  Der  gute  Nnecht.  Don  Bertolb  Kuerbach.

"Bnnbg  Gutsbesitzer  Dormann  hatte  einen  braven  Knecht.  Daß  der
Knecht  brav  war,  erfuhr  Vormann  zuerst  durch  eine  kleine  Begebenheit,
  an  die  sich  später  viele  andere  reihten.

Es  war  ein  heißer  Mittag,  als  der  Knecht  Nonrad  mit  seinen
Pferden  vom  Kchern  heimgehkommen  war.  Die  belden  Pferde  wurden
abgeschirrt  und  gefüttert;  denn  ein  Tier  kommt  nicht  zu  rechter  Ruhe,
solange  es  das  Geschirr  auf  dem  Leibe  hat.  Träge  Nnechte  aber
wollen  davon  nichts  wissen,  um  sich  die  Mühe  des  Rb=  und  Kusschirrens
zu  ersparen.  Das  tat  aber  Dormanns  Nonrad  nicht,  und  es  kann
wohl  sein,  daß  ihm  selber  darum  auch  das  Mittagessen  um  so  belser
mundete.

Der  Streit  ist  noch  unentschieden,  wann  die  HPfeife  am  besten
schmecht,  nach  dem  Mittagessen  oder  am  Feierabend.  Unser  Konrad
hatte  sie  immer  gleich  gern.  Es  war  ein  eigenes  Behagen,  mit  dem
er  sich  nach  dem  Mittagessen  auf  den  Stein  an  der  Stalltür  setzte  und
mit  einem  gesunden  Strohhalme  seinem  Pfeifenrohr  Luft  machte,  nachdem
  er  den  frischgestopften  runden  Pfeifenkopf  auf  den  Sims  des  klelnen
  Stallfensters  gelegt  hatte.  Els  er  jetzt  nach  dem  Pfeisenkopfe
griff,  rollte  dieser  himunter  und  ganz  unversehrt  in  den  Stall  auf  eine
Strohschütte,  Schon  wollte  Konrad  aufstehen  und  in  den  Stall  gehen,
um  den  Dfeifenkopf  zu  holen,  aber  plötzlich  hielt  er  wieder  inne.  Er
sah,  daß  die  Pferde  sich  niedergelegt  hatten,  und  er  wußte,  daß  sie
aus  der  ihnen  so  nötigen  Ruhe  aufspringen  würden,  wenn  er  in  den
Stall  träte.  Er  setzte  sich  daher  wieder  ruhig  nieder  und  hielt  das
Rohr  seiner  Pfeife  rauchlos  im  Munde.

Der  Landwirt  Vormann,  der  alles  aus  seinem  Senster  mitangesehen
  hatte,  trat  jetzt  auf  Konrad  zu  und  fragte  ihn:  „Warum
rauchst  du  nicht?  Hast  du  deine  Pfeife  zerbrochen?“

„Nein,  sie  ist  nur  da  himmbgerutscht;  aber  ich  will  die  Gaule
nicht  aufwecken,  will  lieber  warten,  bis  es  wieder  ins  Seld  geht.“

„Du  bist  ein  braver  Tnecht“,  sagte  vormann  und  reichte  ihm
die  eigene  silberbeschlagene  Hfeise  aus  dem  Munde.  „Da,  nimm  und
behalte  das  zum  Dank  dafür!  Es  wird  dir  gut  gehen;  denn  wer  die
Ruhestunden  eines  Tieres  schont,  der  ist  auch  rechtschaffen  gegen  Menschen.
  Wir  bleiben  hoffentlich  lebenslang  beielnander.“