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Eine  rote  Lampe!  Nun  ist  er  zur  Stell'.
Nur  schnell!

Fern  sind  zwei  Lichter  erschienen,
Schon  stoßen  und  stampfen  die  Schienen.

4.  Der  Zug!  Es  war  die  höchste  Zeit!
Doch  was  ist  das?  Barmherzigkeit!
Der  Hebel  dreht  sich  im  Bügel  zu  leicht,
Und  wie  er  in  Eile  sich  niederneigt,
Da  hat  es  ganz  leise  geklungen,
Das  eiserne  Band  ist  zersprungen!  —

5.  Verzweifelt  preßt  er  die  Hand  an  die  Stirn,
Ein  einz'ger  Gedanke  durchzuckt  sein  Hirn:
Der  Zugl  —  Und  braust  er  die  falsche  Bahn,
So  ist  es  um  ihn  und  die  Menschen  getan!
Denn  kaum  minutenlang  weiter
Rast  ihm  entgegen  ein  zweiter!  —

6.  Da  wirft  sich  zwischen  die  Schienen  der  Mann,
Preßt  dicht  seinen  Leib  an  das  Eisen  an
Und  dehnt  und  stemmt  sich  mit  Riesenkraft  —
Ein  gewaltiger  Druckl  Nun  ist  es  geschafft!
Ob  lebendig  oder  als  Leiche,
Er  liegt  eine  knöcherne  Weiche!  —

7.  Er  liegt  und  sieht  und  hört  nichts  mehr:
Der  Eilzug  rasselt  über  ihn  her.
Nur  ein  Haken  im  Weg,  eine  Bremse  zu  tief!  —
Wie's  heiß  und  kalt  durch  die  Adern  ihm  lief!  —
Was  gilt  nur  dein  Leben!
Du  mußt  es  für  hundert  geben!  —

.  Ein  Haken  zu  tief,  eine  Bremse  im  Weg!
Sekunden!  Doch  schlichen  sie  viel  zu  träg!
Und  wenn  er  nur  diesmal  am  Leben  blleb  —
O  Gott!  Wie  hat  er  das  Leben  so  lieb!  —
Da  ist  es  vorbeigeschnoben,

Und  ferner  hört  er  es  toben.  —

9.  Nun  naht  es  wieder  und  flackert  und  braust
Und  ist  an  ihm  vorbeigesaust:
Der  zweite  Zug,  von  Lichtern  erhellt,
Voll  Menschenglück  eine  kleine  Welt!  —
Gerettet!  —  Er  lauscht  in  die  Ferne  —
Und  über  ihm  funkeln  die  Sterne!  —