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12.  Und  es  wallet  und  siedet  und  brauset  und  zischt,
Wie  wenn  Wasser  mit  Feuer  sich  mengt;
Bis  zum  Himmel  spritzet  der  dampfende  Gischt,
Und  Well'  auf  Well'  sich  ohn'  Ende  drängt,
Und  wie  mit  des  fernen  Donners  Getose
Entstürzt  es  brüllend  dem  finstern  Schoße.

13.  Und  sieh!  Aus  dem  finster  flutenden  Schoß,
Da  hebet  sich's  schwanenweiß,
Und  ein  Arm  und  ein  glänzender  Nacken  wird  bloß,
Und  es  rudert  mit  Kraft  und  mit  emsigem  Fleiß.
Und  er  ist's,  und  hoch  in  seiner  Linken
Schwingt  er  den  Becher  mit  freudigem  Winken.

14.  Und  atmete  lang  und  atmete  tief
Und  begrüßte  das  himmlische  Licht.
Mit  Frohlocken  es  einer  dem  andern  rief:
„Er  lebt!  Er  ist  dal  Es  behielt  ihn  nicht!
Aus  dem  Grab,  aus  der  strudelnden  Wasserhöhle
Hat  der  Brave  gerettet  die  lebende  Seele!"“

15.  Und  er  kommt;  es  umringt  ihn  die  jubelnde  Schar;
Zu  des  Königs  Füßen  er  sinkt,
Den  Becher  reicht  er  ihm  kniend  dar,
Und  der  König  der  lieblichen  Tochter  winkt,
Die  füllt  ihn  mit  sunkelndem  Wein  bis  zum  Rande,
Und  der  Jüngling  sich  also  zum  König  wandte:

16.  „Lang  lebe  der  König!  Es  freue  sich,
Wer  da  atmet  im  rosichten  Licht!
Da  unten  aber  ist's  fürchterlich,
Und  der  Mensch  versuche  die  Götter  nicht
Und  begehre  nimmer  und  nimmer  zu  schauen,
Was  sie  gnädig  bedecken  mit  Nacht  und  Grauen.

17.  Es  riß  mich  hinunter  blitzesschnell  —
Da  stürzt'  mir  aus  felsichtem  Schacht
Wildflutend  entgegen  ein  reißender  Quell;
Mich  packte  des  Doppelstroms  wütende  Macht,
Und  wie  ein  Kreisel  mit  schwindelndem  Drehen
Trieb  mich's  um,  ich  konnte  nicht  widerstehen.

18.  Da  zeigte  mir  Gott,  zu  dem  ich  rief
In  der  höchsten,  schrecklichen  Not,
Aus  der  Tiefe  ragend  ein  Felsenriff,