Noch  dauern  wird's  in  späten  Tagen
Und  rühren  vieler  Menschen  Ohr,
Und  wird  mit  dem  Betrübten  klagen
Und  stimmen  zu  der  Andacht  Chor.
Was  unten  tief  dem  Erdensohne
Das  wechselnde  Verhängnis  bringt,
Das  schlägt  an  die  metallne  Krone,
Die  es  erbaulich  weiterklingt.

3.  Weiße  Blasen  seh'  ich  springen;
Wohl,  die  Massen  sind  im  Iluß.
Caßt's  mit  Aschensalz  durchdringen,
Das  befördert  schnell  den  Guß.

Auch  von  Schaume  rein
Muß  die  Mischung  sein,
Daß  vom  reinlichen  Metalle
Rein  und  voll  die  Stimme  schalle.

Deun  mit  der  Freude  Feierklange
Begrüßt  sie  das  geliebte  Kind
Auf  seines  Lebens  erstem  Gange,
Den  es  in  Schlafes  Arm  beginnt;
Ihm  ruhen  noch  im  Zeitenschoße
Die  schwarzen  und  die  heitern  Lose;
Der  Mutterliebe  zarte  Sorgen
Bewachen  seinen  goldnen  Morgen  —
Die  Jahre  fliehen  pfeilgeschwind.
Vom  Mädchen  reißt  sich  stolz  der

Knabe,

Er  stürmt  ins  Leben  wild  hinaus,
Durchmißt  die  Welt  am  Wanderstabe,
Fremd  kehrt  er  heim  ins  Vaterhaus.
ünd  herrlich,  in  der  Jugend  Prangen,
Wie  ein  Gebild  aus  Himmelshöh'n,
Mit  züchtigen,  verschämten  Wangen
Sieht  er  die  Jungfrau  vor  sich  stehn.
Da  faßt  ein  namenloses  Sehnen
Des  Jünglings  Herz,  er  irrt  allein,
Aus  seinen  Angen  brechen  Tränen,
Er  flieht  der  Brüder  wilden  Reih'n.
Errötend  folgt  er  ihren  Spuren
Und  ist  von  ihrem  Gruß  beglückt,
Das  Schönste  sucht  er  auf  den  Fluren,
Womit  er  seine  Liebe  schmückt.
O  zarte  Sehnsucht,  sußes  Hoffen,
Der  ersten  Liebe  goldne  Zeit!

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Das  Auge  sieht  den  Himmel  offen,
Es  schwelgt  das  Herz  in  Seligkeit;
Oh,  daß  sie  ewig  grünen  bliebe,
Die  schöne  Zeit  der  jungen  Liebel!
4.  Wie  sich  schon  die  Pfeifen
bräunen!
Dieses  Stäbchen  tauch’  ich  ein,
Sehn  wir's  überglast  erscheinen,
Wird's  zum  Eusse  zeitig  sein.
Jetzt,  Eesellen,  frisch
Drüft  mir  das  Gemisch,
Ob  das  Spröde  mit  dem  Weichen
Sich  vereint  zum  guten  Seichen.
Denn  wo  das  Strenge  mit  dem

|  arten,

Wo  Starkes  sich  und  Mildes  paarten,
Da  gibt  es  einen  guten  Klang.
Drum  prufe,  wer  sich  ewig  bindet,
Ob  sich  das  Herz  zum  Herzen  findet!
Der  Wahn  ist  kurz,  die  Ren  ist  lang.
Lieblich  in  der  Bräute  Locken
Spielt  der  jungfräullche  Kranz,
Wenn  die  hellen  Kirchenglocken
Laden  zu  des  Festes  Glanz.

Ach,  des  Lebens  schönste  Fcier
Endigt  auch  den  Lebensmai,

Mit  dem  Gürtel,  mit  dem  Schleier
Reift  der  schöne  Wahn  entzwei.
Die  Leidenschaft  flieht,

Die  Liebe  muß  bleiben;

Die  Blume  verblüht,

Die  Frucht  muß  treiben.

Der  Mann  muß  hinaus

Ins  feindliche  Leben,

Muß  wirken  und  streben

Und  pflanzen  und  schaffen,

Erlisten,  erraffen,

Muß  wetten  und  wagen,

Das  Glück  zu  erjagen.

Da  strömet  herbei  die  unendliche

abe,
Es  füllt  sich  der  Speicher  mit  köst-«
  «  abe,

es  dehnt  sich

licher
Die  Räume  wachsen,
.  s  Haus