Die  Otter  mag  ungefähr  die  Länge  eines  Menschenarmes  und
die  Dicke  eines  starken  Männerdaumens  haben.  Auf  dem  hinteren
Teile  des  dreieckigen  Nopfes  trägt  das  Tier  meist  ein  deutlich  ausgeprägtes
  Seichen  in  nebenstehender  Form:  M.  Diese  Seichnung  hat
Ahnlichkeit  mit  dem  Andreaskreuz  und  mag  der  Schlange  ihren  Namen
  verschafft  haben.  Von  diesem  reuze  zieht  sich  eine  schwarze
gezackte  Linie  über  die  ganze  Länge  des  Rückens  hinweg.  Dieses
Sackenband  tragen  alle  Angehörigen  der  Otlernfamilie.  Es  ist  das
Uainsmal,  mit  dem  der  Schöpfer  diese  Giftwürmer  gezeichnet  hat.
An  beiden  Seiten  wird  diese  Sickzacklinie  von  einer  Reihe  dunkler
Hunkte  eingefaßt.  Die  Färbung  des  übrigen  Uörpers  ist  fast  bei
jeder  Kreuzotler  verschieden,  von  hellgrau  bis  dunkelbraun  und  schwarz.
Durch  diese  dunkle  Grundfarbe  aber  leuchtet  es  mit  rotem  Schimmer,
als  ob  das  höllische  Gift  durch  die  Haut  hindurchglühe.

Die  Ureuzotler  zieht  ihr  Oberkleid  im  Sommer  alle  4  bis  5
Wochen  aus  und  bekommt  dafür  ein  neues.  Nun  ist  ein  solcher
Kleiderwechsel,  in  der  Schlangensprache  Häutung  genannt,  für  die
Kreuzotter  keine  annehmliche  und  bequeme  Sache.  Die  Häutung  ist
nicht  selten  ein  lebensgefährlicher  Dorgang,  auf  den  sie  sich  durch
mehrtägiges  hungern  vorbereitet.  Die  überflüssige  Haut  löst  sich  an
der  Masenspitze  und  wird  durch  Reiben  zwischen  Gestein  und  Wurzelgewirr
  über  den  Uopf  und  den  Leib  hinweggestülpt.  Die  NKreuzotter