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in  grausigem  Spiele  zuckend  und  züngelnd  hin  und  her  fahren,
vom  zürnenden  Donner  begleitet:  das  ist  gewiß  furchtbar,  aber
auch  schön  in  all  seinen  Schrecken.  Wenn  du  aber  einmal  auf
den  Alpen  gestanden  hast,  umgeben  von  der  starren  Majestät
der  Gletscher,  oder  am  Ufer  des  Meeres,  das  in  seiner  schlichten
Größe  sich  ausbreitet,  erhaben  wie  der  Gedanke  an  die  Ewigkeit
  —  dann  hast  du  sicher  mit  ehrfürchtigem  Schauer  gefühlt,
wie  groß  und  herrlich  der  Herr  ist  in  seinen  Werken.

Doch  was  braucht  es  da  des  Seltenen  und  Besondern?
Auch  das  Alltägliche  und  Kleine  in  der  Natur  ist  schön.  Da
stehe  ich  hier  am  Rande  des  Weizenfeldes,  das  mit  einem
schmalen  Wiesenstreifen  gesäumt  ist.  Wieviel  Schönes  auf
dieser  Handbreit  Erde!  Das  zarte  Gras  mit  den  feinen  Halmen
und  Rispen,  die  lachenden  Blumen  mit  ihren  lieben  Kinderaugen!
  Hier  das  schlichte  Marienblümchen,  dort  der  Ehrenpreis
im  himmelblauen  Kleid  und  daneben  der  goldene  Stern  des
Löwenzahns.  Dazu  das  Zirpen  und  Schnurren,  das  Hüpfen  und
Springen  der  Grillen  und  Käfer,  das  Gaukeln  der  leuchtenden
Schmetterlinge  und  das  lustige  Summen  des  Bienleins,  das  in
alle  Blumenschüsseln  hineinschaut!  —  Oder  nimm  nur  einen
einzigen  Grashalm  und  schau  ihn  genau  an:  er  ist  ein  Kunstwerk
  in  seiner  ganzen  Ausführung,  nicht  schlecht  und  recht
Zzusammengeschmiedet,  sondern  wie  mit  liebevoller  Hand  in
unsäglicher  Mühe  herausgearbeitet.  O  nein,  die  klügste  und
geduldigste  Künstlerhand  brächte  einen  solchen  Halm  nicht  fertig;
das  sagt  dir  schon  das  bloße  Auge,  und  würdest  du  das  Auge
bewaffnen  mit  einem  scharfen  Glase,  dann  würdest  du  noch
mehr  Wunder  im  Kleinen  entdecken.

Dann  erst  das  Leben  in  diesem  Gottesbilderbuche!  Alles
keimt  und  wächst  und  blüht,  duftet  und  singt,  kriecht  und
fliegt  und  flattert  und  springt.  Immer  neu  wird  das  Buch,
selbst  die  Farben  darin  sind  lebendig,  kommen  und  gehen,
wachsen  und  wechseln.  Darum  kann  dies  Buch  niemals  alt
und  langweilig  werden.  Als  Kind  habe  ich  darin  geblättert
mit  junger  Freude,  und  als  Mann  wundere  ich  mich  noch
immer  über  all  das  Schöne  und  Herrliche  und  meine,  es  sei
alles  wieder  anders,  ewig  neu  und  jung.

Da  stehen  nun  die  Menschen  vor  diesem  wunderbaren
Buche  und  sehen  nichts,  oder  sie  lesen  darin  und  verstehen
nichts.  Denn  auch  verstanden  will  es  sein,  verstanden  als
natürliche  Offenbarung  Cottes.  All  die  tausend  und  aber  tausend
Geschöpfe  und  Geschöpflein  sind  Boten  des  Herrn.  Sie  predigen