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einen  milden,  nußkernähnlichen  Geschmack  und  ist  doch  der  giftigste
der  deutschen  Hutpilze

Auch  die  Fare  ist  trügerisch.  Es  aibt  eßbare  und  giftige
Pilze  von  allen  Farben;  und  Pilze,  die  beim  Zerbrechen  ihre
weiße  Farbe  in  Blau  verändern,  sind  nur  teilweise  zu  verwerfen.
Daß  die  eßbaren  vorzugsweise  an  freigelegenen  Stellen,  die
schädlichen  an  dunkeln  Plätzen,  im  feuchten,  dichten  Gehölze  auftreten,
  ist  ebenfalls  nicht  stichhaltig.  Mit  einem  Worte,  die  allgemeinen
  Kennzeichen  der  Giftigkeit  der  Pilze  sind  samt  und  sonders  unzuverlässig.


Man  muß  die  Pilze  an  ihren  eigentümlichen  Merkmalen  unterscheiden
  lernen,  wenn  man  sich  nicht  der  größten  Gefahr  aussetzen
will;  Kenntnis  ist  das  beste  Mittel.  Deshalb  beschränke  man  vorerst
  den  Pilzgenuß  auf  enge  Grenzen  und  wähle  aus  der  großen
Masse  nur  die  leicht  bestimmbaren  heraus.

3.  Wie  man  Pilze  sammelt.

Man  sammelt  die  Pilze  am  besten  im  Spätsommer  und  Herbst,
einige  auch  im  Frühjahr,  wie  es  eben  die  Wachstumszeit  mit  sich
bringt.  Im  Walddickicht  oder  auf  modrig  riechendem  Boden  suche
man  keine  Pilze.  Am  besten  sind  junge  Pilze,  dic  in  Nadelwäldern
auf  sandigem,  mit  niedrigem  Moos  überzogenem  Boden  oder  auf
Wiesen  und  Triften  stehen.  Übelriechende  oder  durch  Maden  ganz
zerfressene  sowie  durch  anhaltenden  Regen  erweichte  sind  auf  jeden
Fall  schädlich.  Man  lasse  die  eingesammelten  Pilze  nicht  etwa  bis
zum  nächsten  Tage  ungereinigt  stehen,  sondern  putze  sie  unverzüglich
beim  Nachhausekommen.

Der  Pilzkenner  weiß  die  bevorzugten  Plätze  der  Pilze  rasch
zu  sinden.  Sie  sind  an  der  Südseite  der  Berge,  wo  Wärme  und
Feuchtigkeit  vorherrschen,  häufiger  als  an  andern  Stellen,  wo  das
Faulen  von  Holz  und  Laub  den  Boden  nicht  befähigt  für  das  Gedeihen
  guter  Pilze.  Der  Eierpilz  wächst  auf  kahlen,  aber  schattigen
Waldplätzen,  aber  auch  in  dichtem  Heidekraut.  Man  sucht  den  Steinpilz
  in  lichten,  aber  grasigen  Laubwäldern,  besonders  in  Eichenwaldungen;
  im  Nadelholz  ist  er  weniger  zu  finden.  Die  Standorte  des
Champignons  entdeckt  das  geübte  Auge  des  Pilzsuchers  sowohl  im
Laubwald  als  auch  in  Parkanlagen,  auf  Wiesen,  Triften  und  an
Waldrändern.  Vorzügliche  Ernte  in  Champignons  gibt  es  auf  Triften,
  wo  Pferde  und  Kühe  geweidet  haben.

Zum  Sammeln  ist  ein  Beutel  oder  Sack  keineswegs  empfehlenswert,
  weil  darin  die  Pilze  zu  sehr  gedrückt  werden.  Viel  besser