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Einen  weiteren  Vorteil  besitzt  die  Petroleumbeleuchtung  in  ihrer
Billigkeit.  Es  kosten  bei  16  Kerzen  Leuchtkraft  ungefähr  in  der
Stunde:

Petroleumbeleuchtung  1,4  FT,

Gaslicht  2,3  F,

elektrisches  Glühlicht  4  7F.
Alle  diese  Vorzüge  bieten  die  Petroleumlampen  jedoch  nur  bei  richtiger
  Behandlung  und  sorgfältiger  Reinigung.  Schlechtes  Reinigen,
zu  hohes  oder  zu  niedriges  Schrauben  macht  sie  zu  gesundheitsschädlichen
  und  gefährlichen  Leuchtkörpern.

Es  ist  eine  höchst  verwerfliche,  viel  verbreitete  Unsitte,  den  Docht
weit  herabzuschrauben,  wenn  man  nicht  das  volle  Licht  braucht.
Dadurch  spart  man  gar  kein  Petroleum,  sondern  erreicht  nur,  daß
die  Verbrennung  unvollkommen  stattfindet.  Die  Gase,  in  die  sich
das  Petroleum  bei  der  Erhitzung  zerlegt,  und  die  den  untersten
dunkeln,  unmittelbar  über  dem  Docht  brennenden  Teil  bilden,
können  nebst  den  Kohlenteilchen  nicht  vollständig  verbrennen,  weil
die  niedrige  Flamme  nicht  genug  Hitze  entwickelt.  Die  unverbrannten
  Gase  und  Kohlenteilchen  gelangen  nun  in  die  Zimmerluft  und
verpesten  die  Atmungsluft  ganz  bedeutend.  Daß  in  der  Flamme
sich  wirklich  viele  feste  Kohlenteilchen  befinden,  kann  man  leicht
sehen,  wenn  man  mit  einem  Blättchen  weißen  Papiers  durch  die
Flamme  fährt.  Ein  schwarzer  Streifen  bleibt  auf  dem  Papier  zurück.
  Bei  zu  hoch  geschraubter,  blakender  Lampe  ist  wieder  die
Menge  der  Kohlenteilchen  zu  groß,  als  daß  sie  alle  verbrannt  werden
können;  dicker  schwarzer  Qualm  steigt  aus  dem  Zylinder  empor,  ein
langsam,  aber  sicher  wirkendes  Gift  für  die  Lungen.

Eine  sehr  verwerfliche  Unsitte  ist  es,  nachts  beim  Schlafen  eine
Lampe  brennen  zu  lassen,  da  man  sie  dann  nicht  regeln  kann.
Große  Mengen  solcher  Lichtgase  können  sogar  augenblicklich  den  Tod
herbeiführen.  Eine  andere  gefährliche  Eigenschaft  falsch  behandelter
Petroleumlampen  ist  das  Explodieren.  Aber  nur  bei  schlechter  Reinigung
  oder  falscher  Handhabung  der  Lampen  findet  dies  statt.
Wenn  der  Olbehälter  weit  ausgebrannt  ist,  so  kann  der  leere  Raum
durch  Erwärmung  des  Ols  mit  Gas  gefüllt  sein.  Ist  nun  der  Docht
im  Brenner  zu  schmal,  so  daß  er  die  Röhre  nicht  ganz  ausfüllt,  so
drückt  man  beim  Ausblasen  der  Lampe  von  oben  die  Flamme  durch
den  offenen  Raum  hinunter,  das  Gas  fängt  Feuer,  und  der  Olbehälter
  explodiert.  Daher  muß  der  Docht  unbedingt  dick  genug  sein,
um  die  Röhre  ganz  auszufüllen.  Uberhaupt  bildet  mangelhafte
Dochtbeschaffenheit  eine  Hauptursache  von  Lampenexplosionen.  Vor
dem  Auslöschen  drehe  man  den  Docht  nicht  herunter;  denn  dabei