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Sleisches  in  gelöstem  Justande  zu  erhalten.  Sie  ersparen  also  den  Verdauungswerkzeugen
  eine  Krbeit  und  führen  das  feste  Fleisch  schneller
in  die  Flüssigkeit  über,  die  das  Blut  bildet.  Daher  ißt  man  auch  nach
Uisch  gern  ein  wenig  saftiges  Obst  oder  etwas  Obstkompott,  wie  Preilelbeeren,
  Stachelbeeren  oder  Dflaumen.  Unsere  üblichen  Gemüsearten
haben  denselben  Uutzen  und  sind  daher,  mit  dem  FSleisch  genossen,  dem
Körper  zuträglich.

Weshalb  aber  mögen  wohl  unsere  Hausfrauen  das  Gemüse  mit
dem  Fleisch  und  das  Obst  nach  dem  FHleisch  auf  den  Uisch  bringen?
  Im  Obst  ist  die  wohltuende  Säure  bereits  fertig  vorhanden;  sie
braucht  vom  Magen  nur  aufgenommen,  aber  nicht  erzeugt  zu  werden.
Man  handelt  also  vorteilhaft,  das  Obst  nach  dem  Fleisch  zu  genießen
und  die  Derdauung  gemeinsam  vor  sich  gehen  zu  lassen.  In  unsern
Gemüsearten  wird  diese  Säure  erst  im  Magen  während  des  Derdauungsgeschäfts
  frei.  Genießt  man  sie  mit  dem  Fleisch,  so  hann  die
frei  werdende  Säure  die  Derdauung  des  Fleisches  fördern;  nach  dem
Fleische  genossen,  würde  sie  meist  zu  spät  kommen.

Die  Gemüse  haben  aber  noch  den  Dorzug,  daß  sie  reich  an
denjenigen  Erdsalzen  sind,  deren  der  Körper  zu  seinem  Wohlergehen
bedarf.  In  den  verschiedenen  Gemüsearten  sind  Stoffe  vorhanden,  die
im  reinen  Sustande  ungenießbar  sind;  denn  sie  gehören  zu  den  Metallen
  und  den  metallischen  Derbindungen,  wie  Thlor,  Eisen,  Kali  und
Uatron,  die  in  unserm  Körper  wichtige  Rollen  spielen.  Ein  solches
Nahrungsmittel  ist  z.  B.  der  Spinat,  dessen  Genuß  sich  besonders  für
Kinder  und  junge  Leute  empfiehlt,  die  ein  bleiches  RKussehen  haben.
Diese  Bleichsucht  rührt  von  einem  Mangel  an  Eisen  im  Blute  her.
Der  Spinat  ist  aber  eisenhaltig  von  Natur  und  daher  eine  Krznei  und
Speise  zugleich.

Ebenießt  man  Eemüse  und  Fleisch,  so  hat  man  seinem  Ceibe
Genũge  getan.  Es  braucht  auch  nicht  viel  Fleisch  zu  sein.  Sechzig
bis  achtzig  Gramm  täglich  reichen  vollkommen  für  einen  Menschen  aus.
Das  Fleisch  ist  arm  an  Wasser;  dafür  ist  das  Gemüse  reich  daran.
Das  Gemüse  ist  arm  an  Eiweiß;  dafür  tut  das  Fleisch  das  seinige
hinzu.  Es  wird  dadurch  ein  Gemenge  gebildet,  wie  es  das  Blut
braucht,  das  unsern  Leib  ernährt.

173.  Wie  Dr.  Klauß  über  das  Milchtrinken  denkt.
Von  Ernst  Cremer.

eine  Eltern,  so  erzählte  der  angesehene  Oberarzt  Dr.  Klauß  am

Städtischen  Krankenhause  in  C.,  waren  einfache  Bauersleute

im  Bergischen.  Die  ücker  auf  den  Bergen  waren  wenig  ergiebig,