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wenn  unsere  Nahrung  aus  tierischen  Stoffen  und  aus  Pflanzen
gemischt  ist.  Zu  einem  gesunden,  kräftigen  Leben  bedürfen
wir  der  Abwechslung  in  den  Speisen.  Wollten  wir  bloß  von
magerm  Fleisch,  von  Käse  oder  von  Eiweiß  leben,  so  müßten
wir  ebenso  verhungern,  als  wenn  unsere  Nahrung  bloß  aus
Fett,  Butter  oder  Eidotter  bestände.  Ebenso  können  aber  auch
alle  Mehlspeisen,  besonders  das  Brot,  nur  dann  als  nahrhaft
gelten,  wenn  in  ihnen  außer  dem  Mehl  noch  Kleber  vorhanden
ist.  Da  sich  nun  in  der  Kleie  noch  viel  Kleber  befindet,  so  ist
Kleienbrot  viel  nahrhafter  als  das  Brot  ohne  Kleie.  Freilich
wird  durch  die  Kleie  das  Brot  schwerer  verdaulich;  darum  ist
Kleienbrot  einem  schwachen  Magen  nicht  anzuraten.

Die  Getränke  sollen  die  wässerigen  Bestandteile  unsers
Blutes  und  Körpers  ersetzen,  die  dieser  fortwährend  durch
Lungen,  Haut  und  Nieren  verliert.  Außerdem  enthalten  aber
die  Getränke,  selbst  das  Trinkwasser,  auch  Nabrungsstoffe  in
sich,  die  zum  Ersatz  der  festen  Körperbestandteile  dienen.
Unter  allen  Getränken  sind  nur  zwei  für  den  Menschen  von
wirklichem  Bedürfnis:  das  Wasser  und  die  Milch.  Die  Milch
dient  gleichzeitig  als  Getränk  und  als  Speise.

Wenn  wir  wissen,  Was  wir  essen  sollen,  so  ist  es  auch
von  großer  Bedeutung,  zu  wissen,  wie  wir  die  Speisen  genießen
  müssen.  Viele  Menschen  essen  so,  dabß  ihnen  das  Genossene
  den  Nutzen  nicht  bringt,  den  es  bringen  könnte.  Alles
Feste,  das  wir  genieben,  ganz  besonders  das  Fleisch,  muß  so
Zzubereitet  und  im  Munde  mit  den  Zähnen  so  lange  verarbeitet
  werden,  daß  es  im  Magen  und  im  Darmkanal  von  den
Verdauungssäften,  vorzugsweise  vom  sauern  Magensafte,  leicht
durchdrungen  und  aufgelöst  werden  kann.  Je  flüssiger  und
breüger  ein  Nahrungsmittel  ist,  oder  je  schneller  es  im  Magen
in  eine  solche  Form  verwandelt  werden  kann,  desto  verdaulicher
  ist  es,  und  desto  besser  können  seine  Nahrungsstoffe  ausgezogen
  und  in  das  Blut  geschafft  werden.  Deshalb  kommt
auf  die  Zubereitung  und  das  Kauen  der  Speisen  sehr  viel  an.
Da  der  Mundspeichel  bereits  die  Verdauung  eines  wichtigen
Nährstoffes,  der  Stärke,  einleitet,  so  müssen  alle  Nahrungsmittel,
  die  viel  Stürke  enthalten,  z.  B.  Mehlspeisen,  Brot  und
Kartoffeln,  besonders  gut  gekaut  werden.  Ein  gut  gekochtes
oder  gebratenes  und  tüchtig  zu  Brei  gekautes  Stück  Fleisch
ist  weit  verdaulicher  als  hartes,  wenig  zerkautes  Fleisch.  Ein
hartes  Ei  ist  schwer  verdaulich,  wenn  es  nicht  gründlich  zerkaut
wird;  ein  weiches  Ei  ist  dagegen  sehr  leicht  verdaulich.  Feste,