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Sahnbürsten  sollen  sehr  sauber  gehalten  werden,  indem  man  sie
nach  jedesmaligem  Gebrauche  gründlich  auswäscht  und  hernach  zum
raschen  Trochnen  an  die  Luft  hängt.  Die  engen  Spalträume  zwischen
den  einzelnen  zähnen  werden  am  besten  mit  einem  dünnen,  elastischen
Sahnstocher  gesäubert.

Da  die  mechanische  Mundreinigung  an  und  für  sich  durchaus
beine  Maßnahme  ist,  die  ein  besonderes  Dergnügen  bereitet,  so  empfiehlt
  man  schon  seit  Jahrhunderten  aus  erzieherischen  Gründen  wohlriechende
  und  angenehm  schmechende  Mundwässer  anstatt  des  gewöhnlichen
  Wassers.  In  den  letzten  Jahrzehnten  hat  man  diesen
Mundwässern  außerdem  noch  spaltpilzfeindliche  Stoffe  zugefügt,  um
dadurch  das  übermäßige  Wachstum  der  säurebildenden  Mundspaltpilze
zu  hemmen.  Ceider  haben  die  meisten  Gegenmittel  irgendeine  schädliche
Nebenwirkung,  die  ihren  dauernden  Gebrauch  unmöglich  macht.
Als  ein  sehr  gutes  und  zugleich  billiges  Mundwasser  hat  sich  die  ein-Prozentige
  Nochsalzlösung  bewährt,  die  den  Mundschleim  leicht  löst  und
nebenbei  eine  hinreichend  starke  spaltpilzfeindliche  Wirhung  entfaltet.
Man  nimmt  :  Liter  Wosser  und  einen  Singerhut  voll  Salz  dazu.

Sehr  häufig  lagern  sich  auf  den  Sähnen  unsaubere  Beläge  ab,
die  mit  Bürste  und  Spülwasser  allein  nicht  wegzubringen  sind.  Da
werden  nun  Sahnpflegemittel  in  Gestalt  von  Hulvern  oder  Hasten  angeboten,
  die  die  Zähne  angeblich  in  hurzer  Seit  blendend  weiß  machen
sollen.  Vor  allen  diesen  Mitteln  hann  nicht  eindringlich  genug  gewarnt
  werden,  da  sie  den  Sahnschmelz  enthalben.  Schmutzige  Beläge
müssen  langsam  weggeputzt  werden  mit  Hilfe  von  guten  Sahnpulvern,
die  in  der  Hauptsache  aus  allerfeinstem  gefälltem  hohlensauerm  Kalk
bestehen.

Leute  mit  mangelhaft  gebauten  Zähnen  sollten  ihre  Sähne  nach
jeder  NUahrungsaufnahme  reinigen,  besonders  dann,  wenn  sie  Mehlspeisen,
  ucherwaren  oder  feines  Gebäch  genossen  haben.  Zuch  bei
Magenleidenden  und  Schwerkranken  muß  besonders  sorgfältig  auf  die
Mundpflege  geachtet  werden.  Vor  allen  Dingen  aber  soll  man  die
Mundreinigung  abends  vor  dem  Schlafengehen  vornehmen.  Die
säurebildenden  Spaltpilze  entfalten  ihre  verderblichste  Tätigheit  gerade
während  der  Rachtruhe,  wenn  kein  Speichelstrom  vorhanden  ist,  der
tagsüber  die  neugebildeten  Mundsäuren  immer  wieder  wegzuspülen
vermag.  .
Sorgsame  Jahnpflege  in  der  Jugend  verhütet  viel  Schmerzen
und  Unannehmlichkeiten  und  erspart  manchen  TLeuten  ein  kleines
Dermögen,  das  späterhin  für  künstliche  Gebisse,  für  den  Krzt  und  den
RKpotheber  oder  für  entgangenen  Krbeitsgewinn  geopfert  werden  muß.