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Bei  diesen  Worten  schwang  der  Tod  die  verlöschende
Fadcel,  und  gleich  darauf  verschwand  er,  um  die  armen  Opfer
zu  holen,  die  ihm  durch  seine  Gehilfen  zugeführt  wurden.

Die  Geschwister  traten  nachdenklich  in  die  väterliche  Hütte
und  faßten  noch  an  demselben  Abend  den  festen  Vorsat,  die
Gehilfen  des  Todes  zu  meiden.  Und  sie  hielten  ihr  Leben
lang,  was  sie  sich  vorgenommen  hatten.  Darum  blieb  das
Mädchen  gesund  bis  ins  spüte  Alter,  und  aus  dem  zarten
Knaben  wurde  ein  kräftiger  Jüngling,  ein  rüstiger  Mann,  ein
glücklicher  Greis.  Er  konnte  bis  in  sein  hohes  Alter  dem
täglichen  Erwerb  nachgehen,  und  Gott  segnete  ihn  mit  gesunden
  Kindern  und  blühenden  Enkeln.

Als  aber  die  unvermeidliche  Gehilfin  des  Todes,  die  Zeit,
ihr  Werk  vollbracht  hatte,  da  erschien  abermals  der  Todesengel.
  Der  ehrwürdige  Greis  erschrak  nicht,  denn  die  Schmetterlinge
  über  dem  Haupte  des  Jünglings  erinnerten  ihn  jetzt  an
die  Auferstehung.

Der  Todesengel  sprach  kein  Wort,  sondern  senkte  sich
leise,  leise  auf  die  sterbliche  Hülle  und  führte  die  Seele  in
das  himmlische  Land,  wo  ewiges  Leben  und  ewige  Gesundheit
wohnen.

185.  Sprichwörter  und  Sinnsprüche.

I.  Ein  frohes  herz,  gesundes  Blut  ist  besser  als  viel  Geld  und  Gut.
2.  Die  Gesundheit  schätzi  man  erst,  wenn  man  sie  verloren  hat.
5.  Krankheit  kommt  zu  Dferd  geritten
Und  geht  davon  mit  Schneckenschritten.
4.  Wo  die  Sonne  nicht  hin  kommt,  komn  bald  der  Arzt  hin.
5.  Arbeit,  Mäßigkeil  und  Ruh'  schließt  dem  Arzt  die  Türe  zu.
6.  Den  UNopf  halt  kalt,  die  Füße  warm,

Das  macht  den  besten  Dokior  arm.
.Tu  deinem  Bauche  nichts  zugut,

Er  ist  ein  undankbarer  Gast;

Wer  ihm  am  meeisten  gütlichtut,

Dem  fällt  am  meisten  er  zur  Last.  ——
.  Gesund  an  Leib  und  Seel'  zu  sein,

Das  ist  der  Quell  des  Lebens;

Daun  strömet  Lust  durch  Mark  und  Zein,

Die  Lust  des  rechten  Strebens.  vorn.

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