Kus  der  heimat.

180.  Rheinfahrt.  Don  Martin  Greif.

Wimpet  grũßen,  Böller  krachen,
Custig  schwimmen  wir  im  Rhein,
Tiefe  Boote,  leichte  Nachen
Wollen  uns  Geleite  sein.
2.  Wohl,  nun  geht  es  rauschend  weiter.
Cachend  Bild,  wohin  wir  sehn,
Die  Gestade  grün  und  heiter
Und  dahinter  Rebenhöh'rn.

3.  Städte  mit  den  alten  Zinnen
Laden  gastlich  uns  herzu,
Burgen,  die  verlassen  sinnen,
Ragen  einsam  tief  in  Ruh'.

4.  Uberall  in  trauter  Nähe
Winkt  ein  ander  Bild  herbei,
Eh'  ich  alles  übersehe,

Ist  es  wie  ein  Traum  vorbei.

190.  Der  Rhein.

Der  Rhein  hat  seine  Quelle  in  der  Schweiz,  wo  die  Berge  mit
ihren  weißen  Häuptern  in  die  Wolken  hineinragen.  Er  entsteht
aus  den  Eisfeldern  und  Gletschern  am  St.  Gotthard.  Ungestüm
wälzt  er  seine  graugrünen  Wasser  in  den  Bodensee;  hier  werden
sie  beruhigt  und  geklärt.  Bei  Schaffhausen  stürzt  er  sich  über  die
Klippen  und  Felswände  des  Juragebirges  brausend  und  schäumend