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Krbeit,  breiteten  sich  die  mächtigen  Werkanlagen  zu  unsern  Süßen
aus,  begrenzt  von  den  Kulagen  des  „Phönix“  und  des  Thomasschlacken-Rahlwerks.
  Nohlen  und  Eisen  führen  hier  die  Herrschaft.
Rauchgeschwärzte  Gebäude,  hochragende  Schlote,  glutstrahlende
Werkstätten,  flammende  hochöfen,  mächtige  Erzlager,  graue  Schlakkenberge
  zeugen  von  der  Krast  des  Menschengeistes  und  der  Menschenhand.
  Ein  wirres  Netz  von  Schienenwegen  bedecht  den  dunkeln
Erdengrund.  Schrille  Pfiffe  der  Lokomotiven  dringen  zu  uns  herauf;
brausend  eilen  die  mit  Koks,  Erz  und  Schlachen  beladenen  Süge  durch
das  Gelände.  In  weiter  Lerne  erglänzen  Rhein  und  Ruhr  wie  breite
Silberbänder  im  Strahle  der  Sonne.  Kuch  sie  gehören  in  den  Rahmen
des  großartigen  Bildes,  sind  sie  doch  die  natürlichen  Straßen,  auf
denen  die  Erze  aus  aller  Herren  Ländern  ihrer  Bestimmung  entgegengeführt
  werden.  Das  nordische  Schweden  und  das  südliche  Spanien,
Rußland,  Ungarn,  Steiermark  und  der  vaterländische  Boden  des  Siegerlandes
  und  Elsaß-Lothringens  steuern  ihren  Tribut.  Wie  mir  der
Führer  mitteilt,  besitzen  die  Rheinischen  Stahlwerke  im  Kreise  Diedenhofen
  eigene  Erzgruben  und  Minettefelder.  Ehe  wir  zur  höhe  hinaufstiegen,
  sahen  wir  die  verschiedenartig  geformten  und  gefärbten
Erze  friedlich  nebeneinanderliegen.  In  eiserne  Wagen  geladen,  gleiten
sie,  nach  bestimmten  Vorschriften  gemischt,  zur  Hochofenanlage.  Don
unsichtbarer  Kraft  getrieben,  rasseln  die  Wagen  die  Zufzüge  zu  den
Dlatlformen  der  hochöfen  hinauf,  wo  sie  von  Arbeitern  in  Empfang
genommen  und  an  die  Mündung  des  hochofens  gebracht  werden.

2.  Die  hochofenanlage.

Gewaltigen  Dulkanen  gleich  ragen  die  fünf  von  eisernen  erüsten
  umgebenen  hochöfen  in  die  Luft  empor.  Sie  sind  aus  feuerfestem
  Material  erbaut  und  haben  verschiedene  höhe.  Der  niedrigste
ist  29  m,  die  zwei  höchsten  sind  32  m  hoch.  alle  sind  durch  Gerüste
  und  Brüchen  miteinander  verbunden.  Ein  Gewirr  von  Treppen
und  Rohren  umschlingt  die  Kolosse.  In  ihrem  Innern  vollzieht  sich  der
gewaltige  Schmelzprozeß,  der  Erz  und  Koks  zu  einer  feurigflüssigen
Masse  erweicht.  Mein  Führer  geleitet  mich  zu  dem  höchsten  der  Hochöfen
  und  gibt  mir  in  liebenswürdiger  Weise  die  nötigen  Erläuterungen.

„Der  hochofen“,  so  beginnt  er,  „besteht  aus  zwei  abgestumpften
Hohlhegeln,  die  ihre  breite  Grundöffnung  gegeneinanderhehren.  An
den  kleineren  Kegel  setzt  sich  nach  unten  ein  Hohlzylinder  an,  die  Mündung
  des  oberen  Kegels  enthält  einen  verschließbaren  Trichter.  Sie
führt  den  Mamen  Gicht.  Der  von  dem  größeren  Kegel  gebildete  Raum
heißt  Schacht,  der  hleinere  UKegel  bildet  die  Rast.  Der  hohlzylinder

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