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sich  zu  einem  dumpfverworrenen  Getöse.  In  der  hohen  Mischerhalle
entleeren  die  Dfannenwagen  ihren  Inhalt  in  die  großen  Mischgefäße.
Der  größte  dieser  Mischer  faßt  750  t.  Zus  den  Mischgefäßen  wird
das  glühende  Eisen  mittels  hydraulischer  Kippvorrichtung  in  darunterstehende
  Dfannenwagen  gegossen.  hurtig  geht  es  hinüber  zum  Thomaswerk.
  hHier  sind  die  Thomasbirnen  oder  Konverter  aufgesiellt.
Es  sind  riesige  birnenförmige  Eefäße,  die  inwendig  mit  einer  Schicht
von  Dolomitkalk  und  Teer  ausgefüttert  sind.  Durch  dieses  von  dem
Engländer  Thomas  erfundene  Mittel  werden  dem  Eisen  alle  Beimengungen,
  besonders  auch  der  sonst  schwer  zu  entfernende  Phosphor,  entzogen.
  Er  wandert  als  phosphorsaures  Salz  in  die  Schlache,  die  dadurch
  ihren  Wert  als  Düngemittel  erhält.  Durch  den  Dolomitboden  des
Konverters  führt  eine  große  Sahl  von  GOffnungen.  Der  aus  den  Gebläsemaschinen
  kommende  Wind  wird  durch  diese  cöffnungen  in  die  gefüllten
  Konverter  getrieben.

Jetzt  heißt  es  aufgepaßt!  Die  mit  Roheisen  gefüllten  Pfannen
werden  gekippt  und  schütten  den  Inhalt  in  die  entgegengeneigte  ffnung
  der  Birne.  Das  Ueigen  und  Kufrichten  der  Birne  wird  mit
hudraulischen  Dorrichtungen  von  der  sogenannten  Steuerbühne  aus  bewerkstelligt.
  —  Langsam  richtet  sich  die  gefüllte  Birne  empor.  Sischend,
mit  der  Wut  eines  jähen  Gewitterwindes  durchfährt  die  hineingepreßte
Luft  die  Birne.  Funken  stieben  nach  allen  Seiten.  Magisch  beleuchtet
erscheint  die  Halle,  Kauch  und  Klammen  schlagen  zum  Dache  empor,
und  im  Widerschein  des  Cichtes  leuchten  die  rußgeschwärzten  Eesichter
der  hin  und  her  eilenden  Hrbeiter.

Nach  einer  Diertelstunde  ist  die  Tharge  fertig  erblasen.  Unter
die  Birnen  rollt  der  Gießwagen.  Von  unsichtbarer  Kraft  bewegt,
neigt  sich  die  Mündung  der  Birne,  und  der  flüssige  Stahl  ergießt  sich
in  die  DPfannen.  Der  Wagen  fährt  zur  Gießhalle  und  entleert  seinen
Inhalt  in  eine  Reihe  von  Formen,  Nokillen  genannt.  Jede  Uobille
nimmt  etwa  3  t  des  Stahls  in  sich  auf.  Die  umgebende  Luft  bewirkt
die  Kbhühlung  des  Stahls,  die  sich  naturgemäß  zunächst  an  der  äußeren
Hülle  vollzieht.  Klsdann  hebt  ein  Kran  die  Uokille  in  die  höhe;  eine
Riesenzange  faßt  die  Stahlblöche  und  stellt  sie  in  RKusgleichgruben,
aus  denen  sie  nach  angemessener  Seit  dem  Blochwalzwerk  durch  einen
Kran  zugeführt  werden.

Von  dem  Thomaswerk  begeben  wir  uns  zum  Martinwerk.
Eine  afrikanische  Gluthitze  strömt  uns  schon  von  weitem  entgegen.
Schweißtriefend  stehen  die  Leute  an  ihren  Krbeitsstäiten.  Wir  spüren
es  am  eigenen  Kôrper,  wie  schwer  ihre  Arbeit  ist.  hier  ist  es  glühendheißes
  Gas,  das  die  nötige  Schmelzhitze  erzeugt.  Zuf  der  muldenförmigen
  Sohle  des  Siemensschen  Flammenofens  brodelt  das  weiß-