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fuhr  von  Kohlen  und  Eisenwaren  und  der  Einfuhr  von  Erzen
und  Holz.  Dann  aber  gewährt  er  auch  den  Schiffen  bei  Hochwasser
  und  Eisgang  Schutz.  Der  Hafeneingang  liegt  neben  der
Ruhrmündung.  Eingebaute  Wälle  mit  breiten  Staden  teilen  das
Innere  in  mehrere  Einzelbeden.  Auf  diese  Weise  werden  die
Landungs-  und  Ladeplätze  vermehrt.  Auf  den  Staden  liegen
Gleise,  die  den  Eisenbahnen  eine  Annäherung  an  die  Schiffe
ermöglichen.

Hier  herrscht  tagaus,  tagein  ein  rühriges  Leben.  Lange
Kohlenzüge  dampfen  heran  und  harren  des  Ausladens.  Gewaltige
  Maschinen,  Kipper  genannt,  fassen  ganze  mit  Kohlen
beladene  Eisenbahnwagen  und  kippen  sie  um.  Durch  breite
Schüttrinnen  gleiten  die  Kohlen  in  den  tiefen  Hohlraum  der
Schiffe  hinein.  Ein  einziger  Kipper  befördert  in  dem  kurzen
Zeitraum  von  10  Stunden  120  bis  150  Doppelwagen  Kohlen
in  die  Schleppkähne.  Und  welch  eine  Masse  vermag  ein  solches
  Schiff  zu  fassen!  40000  Zentner  oder  die  Ladung  von  200
Eisenbahndoppelwagen  haben  in  den  größten  von  ihnen  Platz.
Ein  einziger  Dampfer  schleppt  oft  vier  bis  fünf  dieser  Riesen--kähne
  mit  den  schwarzen  Diamanten  des  Ruhrgebietes  den
Rhein  aufwärts  bis  Mannheim  oder  abwärts  nach  Holland  oder
Belgien.  Andere  Schiffe  bringen  die  Erzeugnisse  fremder  Gebiete,
  namentlich  Eisenerz  und  Grubenholz,  herbei.  Gewaltige
Dampfkrane  heben  die  angekommene  Ladung  in  die  bereitstehenden
  Eisenbahnzüge.  Die  Eisenerze  kommen  aus  den
Bergwerken  der  oberen  Lahn,  aus  Luxemburg  und  Lothringen;  ja
aus  Spanien  und  Schweden  werden  sie  eingeführt.  Die  schweren
Eichen-  und  Kiefernstämme,  die  ein  Dampfkran  leicht  und  schnell
aus  dem  Schiff  emporhebt,  stammen  aus  den  Wäldern  der  rheinischen
  Gebirge,  vom  Spessart,  aus  Ostpreußen  oder  Rußland.

Stundenlang  kann  man  in  dem  Hafengebiete  umherwandern
  und  wird  doch  nicht  müde,  dem  regen  Verkehr  zuzuschauen.
  Da  kommen  und  gehen  Züge  mit  einer  fast  endlosen
Reihe  von  Kohlenwagen.  Polternd  tönt  das  Herabfallen  der
Kohlen  aus  den  umgestürzten  Wagen  in  die  riesigen  Schiffsräume.
  Zu  diesem  Rollen  und  Pfeifen,  Poltern  und  Rauschen  von
Eisenbahnen  und  Schiffen  gesellt  sich  der  schallende  Lärm  des
nahen  Eisenwerkes  Phönix  und  der  Rheinischen  Stahlwerke.

Breit  und  mächtig  strömt  der  Rhein  dahin.  Dampfer  und
Segelschiffe  durchziehen  seine  Flut  und  tragen  die  Erzeugnisse
des  rheinischen  Bergbaues  und  der  Eisenindustrie  in  die  weite
Welt.