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der  König  Sriedrich  Wilhelm  I.  Kevelaer.  Die  größie  Kerze  wählte
er  in  der  Nerzenkammer  aus  und  sagte:  „Ich  will,  daß  diese  Nerze
angezündet  werde  und  brenne  zur  Ehre  der  RKllerseligsten  Jungfrau  und
Gottesmutter  Maria.“  Ebenso  schichte  er  1728  noch  einmal  Geld  für  eine
fünfzigpfündige  Wachskerze,  an  der  das  königliche  Wappen  aufgehängt
werden  sollte.  Diese  Nerze  befindet  sich  noch  heute  in  Kevelaer.

202.  Cleve,  das  ielderreinesche  Paradios.
Von  Ferdinand  Ooebel.

MNiederrheinisches  Parades“,  so  nerient  der  Hollũnder,  der  gern

seinen  Sommeraufenthalt  in  Clere  nimmt,  die  Stackt  mit
ilrer  Vnigebunq.  Er  hat  nieht  unreclii  mit  seiner  Leæeiceliniunge
  ist  es  doch,  als  ob  der  Ithein  lier  nocel  einanal  seinen
ganæen  Zuuber  entfulten  wollte,  bevor  er  seine  Wogen  in  die
Niederungen  Hollunds  toülat.

Inmitten  der  weiten  Ebene  steigt  die  Stadt  Clere  aus
den:  Tal  altmũlilich  æim  Ginfel  eines  Gnmrzetkigen  Hügels  empor.
umrauselit  von  herrlichen  Buchen-  und  Fiehentwũldern  uitil
umiref  von  friselier  Liift,  die  20Eish  emporsteigt  aus  den  grũinen
  Mutten,  die  die  Efer  des  sehönen  Stromes  umsüumen.

Der  erste  Bliek  des  Wanderers  Falz  auf  das  hochragende
Selloß  mit  dem  xogenannten  Sclhonunenturm.  der  von  doer  steil
abfallenden  IHõölæeæ  die  Stadt  beherrsclkt.  Das  Sehlosi  ist  der
Stammsite  der  früheren  Heræöqe  von  Clepe.  In  dem  altertiinilichen
  Scllosihofe  oder  von  dem  hohen  Turm  lierah  schamenfk
man  gerne  mit  seinen  (zeclanden  zck  in  die  Tage  des  Mittolalters,
  tritt  mun  aber  auf  den  Seldoßnlaote  hinaus,  so  2cird
man  schnell  wieder  in  die  Gegeniart  veiselzf  derrch  den  Anbliek
  uniforntierter  Gerichtadiener  und  Gefũünguaixtpürter,  derin
das  Seliloßi  birgt  gefef  in  seinen  Mauern  ein  Landgerieht  und
dus  Gericherpefingnis.  In  die  hohenæollernsche  Geschichte  ver-Setat
  uns  ascch  das  vor  dem  Sehloaß  errichtete  Standbild  des
Kifürsten  Jolenn  Sigismund,  unter  dessen  Iteqierunq  die
Clevischen  Lande  mit  Iroaondenlnirq  vereiniqt  unirden.

lor  der  dopneltiirimnigen  Stiftsk  irche,  der  Haunpthirehe  der
tadt.  fesselt  unsern  Hlick  ein  anderes  SOandbeld:  es  ist  das
Lolienqrin-  oder  Schicanei  7.  43  die  Zeit  des
ittelalters  erinnert  uns  *“’x  eire  Itiibxelies  Denme  un  der
Hauptatraste  ininitten  einas  Hlumen-  und  KEasenbcetes.  4
5%  ##r  Sanudsteinsũule  stelt  die  jugendliche  CGestalt  des  tliiiringischen
  Landgrasensohnes  Otto,  der  einst  unerkunnt  an  den

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