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4.  Hurra,  wir  blauen  Jungen,
Wir  führen  gute  Wehr!
Und  wird  dereinst  gerungen
Zur  See  um  Sieg  und  Ehr',
Dann  stehn  wir  jedem  Rede
Und  zahlen  Streich  mit  Streich;
Wir  scheuen  keine  Fehde
Für  Kaiser  und  für  Reich.

5.  Hurra,  wir  blauen  Jungen,
Wir  lachen  der  Gefahr;
Zu  Häupten,  nubezwungen,
Fliegt  uns  des  Reiches  Aar!
Und  sehn  den  Tod  wir  winken,
Wird  keiner  schwach  und  bleich,
Wir  rufen  noch  im  Sinken:
Für  Kaiser  und  für  Reich!

224.  Der  Kaiser-Wilhelm-Kanal.

Von  Haus  von  Zobeltip.

Am  3.  Juni  1887  war  es,  um  die  zehnte  Vormittagsslunde,  als
der  greise  Kaiser  Wilhelm  1.  den  Stahlhammer  hob  und,  das
ehrwürdige  weiße  Haupt  entblößend,  mit  fester  Hand  drei  Schläge
auf  den  Grundstein  führte.  Er  tat  es  mit  den  Worten:  „Zu  Ehren
des  geeinigten  Deutschlands!  Zu  seinem  fortschreitenden  Wohle!
Zum  Zeichen  seiner  Macht  und  Stärke!“  Unter  donnernden  Salutschüssen,
  mit  einem  Prunk,  wie  er  der  Bedeutung  des  gewaltigen
Werkes  angemessen,  unter  dem  Jubel  von  Hunderttausenden  ist  dann
im  Juni  1895  der  Kaiser-Wilhelm-Kanal  seiner  Bestimmung  übergeben
  worden.

Der  Kanal  schafft  der  deutschen  Seestreitmacht  die  Möglichkeit,
  sich  ungehindert,  vielleicht  sogar  unbemerkt  vom  Feinde  in
einem  der  beiden  Meere  aus  den  Flottenbeständen  des  andern  zu
verstärken;  er  wird,  wie  Feldmarschall  Moltke  äußerte,  „den  Wert
unserer  Flotte  verdoppeln“.  Seit  Helgoland  deutsch  geworden  und
durch  starke  Befestigungen  gesichert  ist,  erscheint  die  militärische  Bedeutung
  des  Kanals  noch  wesentlich  gesteigert;  denn  Helgoland  in
deutscher  Hand  macht  einem  feindlichen  Geschwader  das  danernde
Verweilen  vor  der  Elbmündung  unmöglich,  es  sichert  aber  auch

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