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zur  Derfügung.  Sämtliche  Räume  sind  hoch  und  luftig  und  dadurch
den  Reisenden  ein  angenehmer  Aufenthalt.  So  wird  für  alle  Mitreisenden
  gut  gesorgt,  und  gar  viele  kann  ein  großer  Dampfer  auf—-nehmen.
  „George  Washington“  ist  mit  Einschluß  der  Besatzung  für
3262  Personen  eingerichtet;  also  alle  Einwohner  einer  kleinen  Stadt
würden  auf  ihm  Platz  finden  und  ihre  gute  Verpflegung  haben.  Das
ist  ein  buntes  Leben  und  Treiben  auf  einem  Dampfer.  Du  siehst  die
mannigfaltigsten  Trachten  und  hörst  verschiedene  Sprachen.  Eine
Mufikhapelle  sorgt  für  onzert  und  Tanz,  und  viel  Freud'  und  Ceid
fährt  von  der  Kiten  zur  Neuen  Welt  und  zurüch.

Wie  alle  neuen  Dersonendampfer  ist  auch  „George  Washington“
  mit  allen  erdenhlichen  Sicherheitseinrichtungen  versehen.  Drahtlose
  Telegraphie  ermöglicht  es,  im  Notfall  andere  Schiffe  oder  die
Küstenstatlonen  zu  benachrichtigen  und  um  hilfe  zu  bitten.  Der
Doppelboden  verhindert,  daß  bei  einem  Lechwerden  des  Schiffes  das
Wasser  in  die  Schiffsräume  dringt.  Durch  die  wasserdichte  Schotteneintellung
  kann  selbst  beim  Vollaufen  zweier  benachbarter  Kbteilungen
das  Schiff  noch  schwimmfähig  erhalten  werden.  Auch  die  AQnlage  der
Doppelschrauben  hat  viel  zur  Sicherheit  beigetragen.  Wird  das  Steuerruder
  beschädigt,  so  kann  der  Napitän  durch  schnelleren  Lauf  der  einen
Schraube  das  Schiff  steuern  und  sicher  in  den  Bestimmungshafen
bringen.  Ruhig  kann  man  sich  dem  Dampfer  anvertrauen,  er  trägt
seine  Gäste  sicher  über  die  Fluten  des  Meeres.  Das  Uoben  der
Elemente  hann  solchen  Riesenschiffen  nichts  anhaben.  So  ist  die  Reise
über  den  Ozean,  von  der  man  früher  nur  mit  Staunen  und  Schrechen
sprach,  etwas  Hlltägliches,  beinahe  nicht  mehr  Beachtenswertes  geworden.


226.  Das  deutsch-amerikanische  Mabel.  von  G.  molr-Jeit

  Wiedererrichtung  des  Deutschen  Reiches  hat  der  deutsche  Adler

seinen  Slug  auch  in  fremde  Erdteile  genommen.  Die  deutsche
Flagge  weht  heute  im  schwarzen  Erdteil  und  im  Lande  der  Chinesen,
auf  den  Inseln  des  Stillen  Ozeans  und  in  Neuguinea.  Unsers  Volkes
Söhne  aber  haben  sich  zu  Tausenden  in  fremden  Landen  eine  neue
heimat  gegründet,  besonders  in  Mordamerika  und  Brasilien.  Deutsche
handelsschiffe  durchfurchen  die  Meere.  Milliarden  deutschen  Geldes
sind  im  Kuslande  nutzbringend  angelegt  in  handelsfahtoreien,  Bergwerken,
  Eisenbahnen  und  andern  Unternehmungen.  Mit  lausend  Säden
ist  also  der  Wohlstand  unsers  Dolkes  mit  dem  Zuslande  verknüpft.
Daher  ist  es  kein  Wunder,  daß  der  Telegrammverkehr  mit  über-