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die  durch  die  äußere  Kabelbewehrung  in  das  Innere  dringt  und  die
Guttaperchahũlle  durchlöchert.  Zum  Schutze  gegen  sie  mußten  daher
beinahe  800  Seemeilen  unserer  Kabelader  mit  einem  Messingbande
spiralförmig  umwichelt  werden.  Die  Bewehrung  ist  der  Uiefe  und
Beschaffenheit  des  Meeresbodens  angepaßt.  Sie  besteht  aus  einem
üÜberzug  von  geteerter  Jute  und  einer  Schicht  verzinkter  Stahldrähte,
die  dann  wieder  mit  einer  Lage  Jute  umhüllt  ist.  Eine  Beschädigung
des  Kabels  ist  hiernach  fast  ausgeschlossen  und  ein  Eindringen  von
Wasser  unmöglich  gemacht.

Die  ZKuslegung  des  Nabels  wurde  in  den  Monaten  Mai  bis
Kugust  1900  durch  englische  Kabelschiffe  ausgeführt.  Das  Kabel  ist
7671  km  lang;  es  kostete  20  Millionen  Mark.

Der  Verkehr  auf  dem  Nabel  erreichte  bald  eine  höhe,  wie  sie
kaum  erwartek  war.  Ein  zweites  Nabel  wurde  notwendig,  das
auch  bereits  im  Jahre  1904  hergestellt  und  verlegt  ist.  Dazu  war
ausländische  hilfe  zu  entbehren;  denn  inzwischen  waren  die  Deutschen
Seekabelwerke  in  Uordenham  a.  d.  Weser  errichtet,  die  imstande
sind,  ein  atlantisches  Kabel  in  100  Uagen  anzufertigen;  auch  besitzen
wir  jetzt  selbst  zwei  Kabelschiffe,  „HGroßherzog  von  OCldenburg“
und  „Stephan“,  die  beide  mit  den  vorzüglichsten  Einrichtungen  versehen
  sind.

227.  Die  Insel  Helgoland.
Am  10.  August  1890  steuerte  ein  stattliches  deutsches  Geschwader
der  Insel  Helgoland  zu.  Es  war  Sonntag.  Die  Geschüge  der
deutschen  Kriegsschiffe,  die  um  Helgoland  versammelt  waren,  donnerten
  dem  Kaiser  und  dem  Prinzen  Heinrich,  dem  Befehlshaber
des  Geschwaders,  den  Willkommgruß  entgegen.  Auf  der  Insel,  wo
bis  dahin  fast  ein  Jahrhundert  lang  das  Banner  Englands  geweht
hatte,  flatterten  an  zahlreichen  Masten  die  deutschen  Flaggen  im
Winde.  Der  Kaiser  war  gekommen,  um  Besitz  von  diesem  Stück
deutscher  Erde  zu  ergreifen,  das  vor  Englands  Herrschaft  unter
dem  Zepter  Dänemarks  gestanden  hatte  und  noch  früher  durch  die
deulichen  Hansestädte  verwegenen  Seeräubern  entrissen  worden
war.  Wie  freuten  sich  die  Friesen,  dieser  echt  deutsche  Stamm,  dem
Demschen  Kaiser  huldigen  zu  können!  Sechzehn  junge  Mädchen
empfingen  ihn  an  der  Landungsbrücke.  Auf  dem  Oberland  erwarteten
  ihn  1000  Marinesoldaten,  die  Bewohner  der  Jusel  und  zahlreiche
  Badegäste.  Hier  hielt  der  Kaiser  folgende  Ansprache:
„Zwanzig  Jahre  nach  der  Schlacht  bei  Wörth  verleibe  ich
diese  Insel  als  das  letzte  Stück  deutscher  Erde  dem  deutschen  Vater-