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Gebirgsklima,  so  trägt  es  viel  dazu  bei,  die  Bewohner  zu  verweichlichen.
  Nur  selten  steigt  der  Samoaner  ins  Gebirge,  um  Tauben
  zu  schießen,  Schweine  zu  jagen  oder  Nutzholz  zu  schlagen.

Die  Samoaner  führen  ein  harmloses  und  sorgloses  Leben
ohne  viel  Mühe  und  Arbeit.  Für  ihre  Ernährung  sorgt  die  allzeit
gütige  Natur  mehr  als  sie  selbst.  Sie  spendet  jahrein,  jahraus  und
immersort  während  des  ganzen  Jahres  reiche  Ernten.  Kokosnüsse,
Brotfrüchte,  Papayas,  Mangopflaumen,  Ananas,  Apselsinen,  Bananen
und  Zuckerrohr  gedeihen  in  Massen  und  vermehren  sich  ohne  viel
Arbeit.  Nur  die  Kuollengewächse  Taro  und  Yams  bedürfen  der
Feldarbeit,  und  allwöchentlich  pflegt  der  Samoaner  dieser  den  Freitag
  zu  widmen.  Für  Fleisch  sorgt  der  Wald  mit  Tauben  und
verwilderten  Schweinen;  das  Meer  mit  seinen  flachen  Korallenbänken
  liefert  dazu  Fische,  Muscheln  und  Krabben,  und  das  alles  so
reichlich  und  vielseitig  und  schmackhaft,  daß  eine  samoanische  Festtafel
  stets  überladen  erscheint.  Selten  erblickt  man  bei  einem
Naturvolke  so  viele  und  so  mannigfaltige  Nahrungs=  und  Genußmittel
  wie  in  Samoa.  Nahrungssorgen  kennt  dieses  Volk  nicht
und  ebensowenig  Sorgen  um  die  Bekleidung  und  um  Schutz  gegen
etwaige  Ungunst  der  Witterung.  Für  die  Gewänder  liefern  verschiedene
  Bastgewächse  den  Stoss,  und  als  Behausfungen  dienen
luftige,  offene,  gut  gedeckte  hohe  Hütten  mit  abseits  stehenden  Kochhütten.
  Da  die  Temperatur  an  der  Küste  gewöhnlich  nur  zwischen
20  und  30°  C  schwankt,  so  genügen  diese  Behaufungen  vollständig,
und  das  Volk  fühlt  sich  wohl  und  gesund  darin.

Den  günstigen  Naturverhältnissen  des  Landes  und  der  gesunden
  Lebensweise  der  Bewohner  ist  es  auch  zuzuschreiben,  daß  sich
das  samoanische  Volk  zu  einem  Menschenschlage  entwickelt  hat,  der
von  Gesundheit  geradezu  strotzt,  und  den  man  sogar  als  den
schönsten  der  Welt  bezeichnet  hat.  Die  stets  gleichmäßige  und  reichliche
  Ernährung,  der  beständige  Aufenthalt  in  der  freien  Luft  haben
bis  jetzt  Krankheit  und  Seuchen  von  diesem  glücklichen  Volke  ferngehalten.
  Ich  glaube  auch,  daß  der  eigenartige  durchlässige  Boden
Samoas,  der  selbst  die  stärksten  Regengüsse  in  kürzester  Zeit  aufsaugt
  und  verschwinden  läßt,  sehr  dazu  beiträgt,  die  Gesundheit
zu  fördern  und  vielleicht  auch  das  böse  Fieber,  die  Malaria,  fernzuhalten.
  Auch  die  kühlen  Seewinde,  die  diese  Insel  fast  beständig
umwehen,  üben  durch  ihre  frische  Luft  auf  die  Gesundheit  des  Volkes
  einen  günstigen  Einfluß  aus.

So  begünstigt  durch  die  reichlich  spendende  Natur,  sind  die
Samoaner  nicht  daran  gewöhnt,  sorgend  an  die  Zukunft  zu  denken.
In  ihrer  Weise  sind  sie  aber  nicht  unwirtschaftlich,  im  Gegenteil,