Kus  fremden  Ländern  und  Welten.

242.  In  Nacht  und  Eis.  Von  Prithjof  Nauseo.

De#r  Neujahrstag  1896  brachte  uns  schönes  klares  Wetter,
Mondschein  und  ungefähr  —430%  C.  Das  Eis  verhielt  sich  etwa
einen  Monat  lang  merkwürdig  ruhig,  doch  begann  am  4.  Februar
  die  Pressung  wieder.  Sie  war  nicht  von  langer  Dauer,
machte  aber  großen  Lärm;  das  Eis  rund  um  uns  herum  toste
und  kreischte,  als  ob  ein  fürchterlicher  Sturm  wehte.  Ich  machte
einen  Gang  auf  das  Eis,  um,  wenn  möglich,  die  Eispressung
aus  der  Nähe  zu  betrachten,  konnte  aber  nichts  sehen.  Am
nächsten  Tage  streiften  wir  wieder  auf  dem  Eise  umher  und
fanden  ungefähr  2  km  vom  Schiffe  entfernt  eine  neue  Rinne
und  einen  neuen  großen  Eisrücken.  Es  war  mir  jedoch  unmöglich,
  eine  umfassende  Beobachtung  der  Eisverhältnisse  anzustellen,
  da  es  selbst  um  Mittag  noch  immer  dunkel  war.  Die
Schneefläüche  war  hart  und  gut,  aber  die  überhangenden  Ränder
  der  Schneewehen  waren  so  trügerisch,  daß  wir  hin  und
wieder  über  Hals  und  Kopf  hinstürzten.

Am  7.  Februar  unternahm  ich  mit  Scott-Hansen,  Hendrik--sen
  und  Amundsen  eine  Schneeschuhfahrt  nach  dem  Norden.
Je  weiter  wir  nach  Norden  kamen,  um  So  zerstückelter  und
unebener  wurde  das  Eis,  und  schließlich  mußten  wir  umkehren,
als  wir  an  eine  neue  breite  Rinne  kamen.  Im  Laufe  des  Morgens
  hatte  sich  im  Südwesten  eine  dunkle  Wollkenbank  angesammelt,
  und  der  Nebel  wurde  so  dick,  daß  es  nicht  leicht  war,
den  Weg  zum  Schiffe  zurück  zu  finden.  Endlich  hörten  wir  eine
wohlbekannte  Stimme,  und  von  dem  Gipfel  eines  Eisrückens