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der  beiden  mir  noch  verbliebenen  Kugeln;  doch  genügten  selbst
diese  noch  nicht  für  die  zählebigen  Tiere.

Petersen  lief  ohne  jede  Waffe  über  den  Steg  nach  den
Bären  hin,  bis  er  plöttlich  Bedenken  bekam  und  Bentsen  rief,
ihm  zu  folgen.  Bentsen,  der  ebenfalls  keine  Waffe  hatte,  war
natürlich  nicht  sehr  bereit,  den  verwundeten  Bären  nachzulaufen.
Nachdem  ich  mir  einige  Patronen  geholt  hatte,  traf  ich  Petersen
auf  halbem  Wege  zwischen  den  Bären  und  der  „Fram“.  Die
Tiere  krochen  jetzt  an  einem  Eisrücken  entlang.  Ich  blieb  in
etwa  30  Schritt  Entfernung  stehen,  mußte  aber  vor  allen  Dingen
erst  Petersen  fortrufen,  der  in  seinem  Eifer  mir  vorangeeilt
war  und  gerade  in  der  Schußlinie  stand.  Endlich  hatte  das
große  Bärenweibchen  die  Todeswunde  erhalten,  worauf  ich  an
dem  Eisrücken  entlang  rannte,  um  zu  sehen,  wo  der  andere  Bäür
geblieben  sei.  Plötzlich  tauchte  scin  Kopf  über  dem  Rücken  auf,
und  ich  sandte  ihm  sofort  einen  Schuß  durch  den  Hals  dicht
unter  dem  Kopfe.

Dann  wurden  alle  Mann  herbeigerufen,  und  es  herrschte
große  Freude.  Der  Mund  wässerte  uns  bei  dem  Gedanken  an
das  köstliche  frische  Fleisch,  das  uns  lange  Zeit  gut  schmecken
sollte.  Es  waren  16  Monate,  seitcem  wir  den  lefzten  Bären
geschossen,  und  14  Monate,  seitdem  wir  kein  frisches  Fleisch
gegessen  hatten,  außer  ein-  oder  zweimal  ein  Gericht  Seehund
oder  Vögel.  Wir  segneten  Petersens  duftende  Bratpfanne.  Die
Bären  wurden  zerschnitten  und  in  Schnitten,  Pasteten  und  Braten
  verwandelt,  und  selbst  die  Knochen  wurden  aufbewahrt,
um  Suppe  davon  zu  kochen.  Die  Rippenstücke  waren  am
schmackhaftesten.  Wir  aßen  zu  Mittag,  und  alle  waren  der  Ansicht,
  daß  ein  Bärenbraten  ein  herrliches  Gericht  sei.  Dement--sprechend
  verzehrten  wir  alle  sehr  grobe  Portionen  mit  dem
von  Herzen  kommenden  Wunsche,  daß  Bären  uns  bald  wieder
einen  Besuch  abstatten  möchten.

243.  Londoner  Nebel.  Von  Gustay  Steften.

So  ein  richtiger  Londoner  Nebel  zwingt  die  sechs  bis  sieben
Millionen  Bewohner  der  Stadt  jeden  Herbst  und  jeden
Winter,  tage-,  ja  wochenlang  ein  vorübergehendes  Maulwurfsleben
  zu  führen.

Nehmen  wir  einmal  an,  wir  befänden  uns  draußen  auf
dem  Lande,  zwanzig  Kilometer  nördlich  vom  Mittelpunkte  des