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bißchen  —  Du  kannst  es  wohl  tun,  denn  Du  hast  lange  genug  für
uns  gearbeitet.  Nochmals  tausend  Grüße!
Mit  herzlicher  Liebe  und  Dankbarhkeit  der  Deinige.
Helmut.

247.  Kaiser  Wilhelm  II.  in  Jerusalem.

Von  Bernhard  Stein.

s  war  am  31.  Oktober  1898.  Gegen  vier  Uhr  nachmittags

  begaben  sich  der  Kaiser  und  die  Kaiserin  mit  ihrem
Gefolge  wieder  auf  dem  gewohnten  Wege  unter  dem  immer
aufs  neue  sich  wiederholenden  Jubel  der  Volksmenge  durch  das
Jaffator  in  die  Heilige  Stadt.  An  den  Türmen  der  Davidsburg
  vorbei  kamen  sie  nach  wenigen  Minuten  durch  das  Zionstor
  nach  der  Zionsvorstadt  auf  dem  südlichen  Teile  des  Westhügels,
  dem  höchsten  Punkte  der  alten  Stadt.

Der  Weg  führt  zunächst  an  dem  armenischen  Zionsbergkloster
  vorüber,  das  auf  der  Stütte  des  Hauses  des  Hohenpriesters
  Kaiphas  stehen  soll;  dann  wendet  er  sich  südlich  auf
eine  umfangreiche  Gruppe  kuppelreicher  Gebäude  zu.  Im  südöstlichen
  Teile  dieser  Häusergruppe  liegt  das  von  den  Türken
heiliggebaltene  Grab  Davids;  mit  diesem  steht  nach  Westen
hin  das  Zönakel  in  Verbindung,  jener  Obersaal,  in  dem  der
Herr  das  Allerheiligste  Sakrament  des  Altares  einsetzte  und
der  Heilige  Geist  auf  die  Apostel  herabkam.  An  der  Nordwestseite
  der  Gebäudegruppe  breitet  sich  ein  nach  Norden  und
Westen  von  je  einem  Friedhofe  begrenzter  Platz  aus.  Auf
diesem  hat  nach  der  Oberlieferung  das  Wohnhaus  der  Mutter
Gottes  gestanden,  in  dem  sie  nach  dem  Tode  des  Herrn  gewohnt
  hat  und  entschlafen  ist.  Diese  Stätte  trägt  deshalb  den
Namen  „Dormitio  Sanctae  Mariae  Virginis“,  Sterbestätte  der
heiligen  Jungfrau  Maria.

Dort  hatten  sich  die  türkischen  Behörden  und  das  gesamte
türkische  Gefolge  sowie  der  lateinische  Patriarch,  der  Vorstand
des  deutschen  katholischen  Hospizes  und  die  deutschen  Franziskaner
  versammelt;  die  Matrosenehrenwache  von  S.  M.  Schiff
„Herta“  unter  Führung  des  Korvettenkapitäns  von  Usedom
hatte  hier  ebenfalls  Aufstellung  genommen.

Die  Majestüten  und  die  vornehmsten  Gäste  traten  unter
ein  Zelt,  das  in  der  Nacht  vorher  aufgeschlagen  worden  War.
In  der  Mitte  des  Platzes  war  ein  Flaggenmast  errichtet,  an