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dich  aufgesucht  und  dich  seine  Glorie  schauen  lassen  und  dich  gewürdigt,
  von  deinen  Fischen  zu  essen,  und  an  deinem  Ufer  hat  er
Petrus  das  Oberhirtenamt  übertragen.

Du  bliebst  ihm  treu  und  hast  seine  Feinde  als  deine  Feinde
angesehen  und  an  den  undankbaren  Städten  und  Dörfern  das  Strafgericht
  vollziehen  helfen.  Sonst  so  sanft,  hast  du  dich  in  heißem
Grimm  auf  sie  gestürzt  und  sie  zerstört,  die  dein  Schmuck  gewesen
waren.  Noch  im  19.  Jahrhundert,  im  Jahre  1837,  bist  du  wild  über
die  Ufer  geschäumt,  als  der  Zorn  Gottes  sich  regte  in  den  Tiefen  der
Erde,  im  Schoße  der  Berge,  und  hast  die  umherliegenden  Trümmer
abermals  durcheinandergeworfen,  die  Ruinen  noch  einmal  zerstört.

Ja,  es  war  ein  schönes  Verhältnis  zwischen  dem  großen  Menschensischer
  und  seinem  See.  Von  ihm  entlehnte  er  das  liebliche
Bild  für  seine  und  seiner  Kirche  Tätigkeit:  Menschen  sischen.  Von
seinen  Ufern  pflückte  er  die  schönsten  Gleichnisse,  um  himmlische
Lehren  klar  und  unvergeßlich  zu  machen.  Die  Böglein,  die  sich  auf
seinen  Wassern  ergötzten  und  hin  und  wieder  ans  Ufer  flogen,  um
Körner  vom  Wege  zu  picken,  die  der  Hand  des  Sämanns  entfallen
  waren,  der  wurzelschwache  Halm  auf  felsigem  Boden,  den  die
Glut  der  Sonne  abdorrte,  der  Dornstrauch  am  steinigen  Gestade.
die  herrlichen  Erntefluren,  die  dreißig=  und  sechzig  und  hundertfältig
  die  Arbeit  des  Landmanns  lohnten,  die  Lilien  des  Feldes  in
ihrer  mehr  als  salomonischen  Pracht,  die  mächtigen  Stauden  des
Senfbaumes,  deren  Schatten  die  Vögel  aufssuchten,  um  sich  gegen
die  Mittagshitze  zu  schützen,  die  Netze  der  Fischer,  die  Stadt  dort
hochoben  am  Berge,  die  heute  noch  herabglänzt  über  den  See
(Sased),  das  Licht  in  der  dunkeln  Hütte  des  Fischers  —  alles  das
nahm  er  hinein  in  seine  Predigt,  all  das  ward  ihm  zum  Gleichnis
des  Reiches  Gottes.  Die  Edelsten  des  Fischervölkchens,  das  an
diesem  See  in  Gottesfurcht  und  Arbeitsamkeit  lebte,  berief  er  zum
Dienste  des  Evangeliums,  und  diese  Fischer  vom  See  Genezareth
sind  furchtlos  hinausgesteuert  ins  weite  Meer  der  Welt  und  haben
Menschen  gefischt,  Hunderte,  Tausende,  unzählige,  und  ihr  Name
wird  noch  nach  neunzehn  Jahrhunderten  in  Segen  genaunt  auf  der
ganzen  Erde.

240.  Die  Wüste.  Von  Maina  Heych-Jensen.
In  brennender  Sonnenglut  liegt  die  große  arabische  Wüste  drüben
im  fernen  Ksien.  Soweit  das  ZRuge  reicht,  dechen  nur  staubiger
gelber  Sand  und  zerbröchelndes  Steingeröll  den  Boden.  Kein  Baum,
kein  grünes  hälmchen  wächst  dazwischen;  hier  und  da  raschelt  verdorr-