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es,  die  Füße  in  acht  zu  nehmen,  um  es  im  nächsten  Augenblick
wieder  mit  einem  sausenden  Hieb  zur  Eile  zu  spornen  oder  es  durch
ein  scharses,  drohendes  Iha,  Iha  anzufenern.  Leicht  kommt  es  da
vor,  daß  wir  durch  einen  solchen  unvorhergesehenen  Hieb  aus  dem
Sattel  geworfen  werden,  oder  daß  der  Esel,  sei  es  aus  Schwäche,
sei  es  aus  Bosheit,  plötzlich  im  flottesten  Trab  und  Galopp  auf
beide  Vorderbeine  niederstürzt  und  wir  in  weitem  Bogen  über  ihn
hinausfliegen.  Da  aber  das  Tier  nicht  hoch  und  die  Straße  nicht
gepflastert  ist,  geht  das  meist  ohne  schlimme  Folgen  ab,  und  begütigend
  versichert  der  Junge:  „Macht  nichts.“  So  durchreiten  wir
stolz  manche  Straße  und  kommen  auf  den  Esbekijeplatz.  Hier
steigen  wir  ab  und  haben  noch  das  schwierige  und  peinliche  Geschäft,
die  Forderung  der  Eselsjungen  zu  begleichen,  was  nie  ohne  Lärm
und  Streit,  selten  ohne  förmlichen  Auflauf  vor  sich  geht,  auch  wenn
vorher  der  Preis  aufs  genaueste  bedungen  wurde.  Wenn  uns  endlich
  die  Geduld  bricht  und  der  Bursche  mit  Lohn  und  Backschisch  nicht
zufrieden  ist,  geben  wir  ihm  den  Stecken  dazu,  daß  er  die  Flucht
ergreift.

Nach  einem  Spaziergange  durch  den  schönen  Esbekijegarten
kehren  wir  bei  unserm  Landsmann  Corff  ein  und  lassen  uns  von
dem  schwarzen  Hassan  in  blendend  weißem  Linnenrock  ein  kühles
Glas  importiertes  Bier  kredenzen.  Auch  diese  Zeit  ist  für  unsere
Stadtstudien  nicht  verloren.  Wir  können  uns  auf  die  Straße  setzen
und  den  Strom  des  Lebens  an  uns  vorüberrauschen  lassen.  Oder
wenn  wir  uns  ins  Haus  zurückziehen,  kommt  die  Straße  zu  uns
herein:  nicht  nur  Stiefelputzer,  die  sich  mit  sanfter  Gewalt  unserer
Beine  und  unsers  Schuhwerks  bemächtigen,  auch  eine  endlose  Reihe
von  Händlern  und  Hausierern  aller  Art.  Wenn  wir  eine  Stunde
hier  sihen,  ist  die  Gelegenheit  an  uns  vorübergegangen,  einen  ganzen
Hausrat  einzukaufen:  Kleider,  Pantoffel,  Stöcke,  Waffen,  Kopftücher
  zum  Schutze  gegen  die  Sonne,  Schmucksachen  aller  Art,  Töpfe
und  Geschirre,  Reitpeitschen,  Teppiche  und  Seidenstickereien,  Muscheln
und  Straußeneier  —  all  dies  und  noch  vieles  andere  wird  an  unserm
  Auge  vorübergetragen  mit  eindringlicher  Mahnung,  es  käuflich
zu  erwerben.  Gaukler  und  Sängerinnen  kommen,  uns  zu  ergötzen,
wir  aber  schenken  ihnen  keine  Acht,  denn  eben  marschiert  draußen
mit  rauschender  Musik  ein  Bataillon  ägyptischen  Militärs  in  hellgrauer
  kleidsamer  Uniform  und  tadelloser  Haltung  vorüber  oder
eine  Abteilung  englischer  Rotröcke,  die  nicht  nur  die  Zitadelle  besetzt
  halten,  sondern  auch  eine  riesige  Kaserne  an  der  neuen  Nilbrücke
  innehaben.  Wir  kehren  zu  unserm  Platze  zurück,  und  Corfs
flüstert  uns  ins  Ohr,  daß  der  stille  Gast  dort  binten  in  der  Ecke