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Wissmann  ist;  überhaupt  ist  hier  mancher  berühmte  und  unberühmte
deutsche  Landsmann  zu  begrüßen;  denn  wer  in  Kairo  noch  germanisches
  Blut  in  sich  bewahrt  hat,  verfehlt  nicht,  wieder  und  wieder
hier  einzukehren.

Der  Durst  ist  gestillt.  Wir  brechen  auf  und  ziehen  heimwärts.
Todmüde  langen  wir  in  unserm  Zimmer  an.  Und  in  unserm  Geiste
gären  die  Massen  der  empfangenen  Eindrücke  wild  durcheinander.
Es  ist  uns,  als  hätten  wir  nicht  eine  Stadt.  sondern  eine  ganze
bisher  unbekannte  Welt  durchstreift.

251.  Erlebnisse  eines  Fremdenlegionärs.
Don  AUheodor  habicher.
Im  Werbebureau.  Nach  Marseille.

Es  mochte  gegen  Mittag  sein,  als  ich  die  Grenzwache  der  Stadt  Belfort

durchschritt.  Ich  meldete  mich  in  der  Gendarmeriekaserne.  Meine
Dapiere  wurden  genau  durchgesehen;  dann  wurde  mir  erklärt,  daß
ich  am  andern  Tage  wiederkommen  solle,  um  dem  Rebrutierungsbureau
  und  dem  Krzte  vorgestellt  zu  werden;  für  Kbendbrot  und
Nachtlager  solle  ich  mich  an  den  Holizeikommissar  des  Ortes  wenden.
Dieser  nahm  meinen  Wunsch  sehr  wohlwollend  entgegen  und  forderte
mich  auf,  ihm  in  seine  Wohnung  zu  folgen,  wo  er  mir  eine  Karte
überreichte.  Diese  Karte  gab  mir  die  Berechtigung  zu  freier  Kbendmahlzeit
  und  freiem  Nachtlager.  Wohlgestärht  durch  Suppe,  Gemüse,
Brot  und  Bier  legte  ich  mich  zur  Ruhe  und  schlief  bis  zum  hellen
Morgen.  Eegen  Mittag  fand  ich  mich  auf  dem  Rekrutierungsbureau
ein.  Da  meine  Hapiere  sich  in  Ordnung  befanden,  stand  meiner  Zufnahme
  in  die  Fremdenlegion  nichts  mehr  im  Wege.  MNachmiltags
wurde  ich  dem  Rrzte  vorgeführt.  Ein  flüchtiges  Beschauen,  eine  Untersuchung
  des  herzens,  eine  Hrüfung  der  Kugen  —  und  ich  war  für
tauglich  erklärt.  Wenige  Minuten  später  unterzeichnete  ich  den  Dertrag,
  in  dem  ich  mich  verpflichtete,  der  ranzösischen  Republik  als  ein
treuer,  ehrlicher,  gehorsamer  und  tapferer  Soldat  fünf  Jahre  lang  zu
dienen.  „Kuf  Wiedersehen!“  riefen  die  Kameraden,  als  ich  den  Nasernenhof
  verließ,  und  „Auf  Wiedersehen!“  antwortete  ich  gepreßten
herzens.  Dann  saß  ich  im  Suge.  Der  Norporal  reichte  mir  die
hand  zum  KZbschiede  —  und  fort  ging's,  dem  Süden  Grankreichs
entgegen.

Die  Dunkelheit  war  schon  hereingebrochen,  als  wir  die  hafenstadt
  Marseille  erreichten.  In  dem  großen  Gedränge,  das  auf  dem
elehtrisch  beleuchteten  Bahnsteige  herrschte,  bemerkte  ich  alsbald  eine
Menge  Eendarmen,  deren  Bliche  forschend  über  die  Zuhömmlinge

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