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menden  Herzblute.  „Weh  über  euch,  ihr  feigen  Schurken!“  stöhnte
er;  „ist  das  der  Lohn  für  meine  Dienste,  daß  ihr  mich  ermordet?“

Nun  waren  auch  die  Mannen  alle  an  den  Ort  gekommen,
wo  der  starke  Siegfried  in  seinem  Blute  lag.  Trauernd  umstanden
sie  den  Sterbenden,  und  jeder,  der  in  seinem  Herzen  noch  ein
wenig  Treue  trug,  weinte  um  des  Helden  ungerechten  Mord.  Auch
Gunter  klagte  laut.  Da  seufzte  der  Todwunde  tief  auf  und  klagte
in  bitterm  Weh:  „Mich  jammert  nichts  so  sehr  als  Kriemhilde,
mein  Weib!“  Schon  wollte  der  Schatten  des  Todes  sein  brechendes
  Auge  umhüllen;  aber  der  Sterbende  bot  seine  letzte  Kraft  auf
und  sprach  also  zu  Gunter:  „Edler  König,  willst  du  noch  einmal
in  deinem  Leben  gegen  jemand  Treue  üben,  so  flehe  ich  dich,  laß
dir  mein  herzliebes  Weib  befohlen  sein.  Gedenk  ihr's,  daß  sie  deine
Schwester  ist!  Bei  aller  Fürsten  Tugend,  sei  ihr  hold!  Weh!
Kriemhilde  und  meine  Mannen  werden  vergebens  meiner  harren;
nie  ward  an  liebem  Freunde  größeres  Leid  erlebt!“  Nun  verstummte
  sein  Mund;  Siegfried  rang  mit  dem  Tode.  Doch  nicht
lange  währte  der  letzte  Kampf.  Bald  lag  der  edle  Held  still  und
regungslos.

Als  die  Jagdgenossen  sahen,  daß  der  starke  Siegfried  gestorben
war,  legten  sie  ihn  auf  seinen  rotgoldenen  Schild  und  hielten  Rat,
wie  es  verborgen  bleibe,  daß  Hagen  ihn  ermordete.  „Verhehlen  wir
die  leidvolle  Schmach!“  riefen  etliche;  „laßt  uns  sprechen,  Räuber
hätten  den  Helden  erschlagen,  als  er  allein  den  Wald  durchzog.“
Aber  der  grimme  Hagen  rief:  „Ich  bringe  ihn  selber  heim!  Was
kümmert's  mich,  ob  Kriemhilde  es  ersährt?  Sie  hat  meiner  Herrin
so  bitteres  Leid  getan;  nun  gilt  mir's  gleich,  ob  sie  selbst  in  Gram
vergeht!“

266.  Die  Schlacht  bei  Bülpich.  d#n  ktaSmroch.
Kledewis  der  Frankenkönig,  sah  in  Bülpichs  heiher  Schlacht,
Oaß  die  Alemannen  siegten  durch  der  Volkszahl  Abermacht.

2.  Plötzlich  aus  des  Hampfs  Gedränge  hebt  er  sich  auf  stolzem  Roh,
Und  man  sah  ihn  herrlich  ragen  vor  den  Edeln,  vor  dem  Troß.

3.  Beide  Arme,  beide  Hände  hält  er  hoch  empor  zum  Schwur,
Ruft  mit  seiner  Eisenstimme,  daß  es  durch  die  Reihen  fuhr:

4.  „Gott  der  Christen,  Gott  am  Kreuze,  Gott,  den  mein  Gemahl

verehrt,

So  du  bist  ein  Gott  der  Schlachten,  der  im  Schrechen  niederfährt,

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