—  455  —.

260  .  Der  heilige  Otetberttts.  Von  Karl  Vect.

Zu  den  ältesten  Orten  des  Niederrheins  ngehört  die  Stadt  Kaisersiertl.

  Inhr  Eræprung  reielit  bis  in  jene  Zeif  æuriiek,  da
riesshe  Urträlder  die  tteinebene  und  das  Bergische  Land  bedeckten.
  Damals  trolinten  in  diesen  unuirtliehen  Lande  die
sarulcterer,  die  zi  Stounine  der  ripuarischen  Franken  gehörten.
Ihre  õstlienen  Naclibarn  icur  die  Sachsen.  Heide  Vülher
truren  von  der  Finsternis  des  Heidentums  imfunqen.  In  sieiligen
  Hainen,  wie  dem  Godesbuseli  bei  Gerresheim,  rieselte  gar
oft  das  Hlut  gesangener  Feinde  von  den  Oiefersteinen  auf  den
dunkeln  Walciboden.  An  heiligen  Quellen,  doem  saerrihuspriileæ
bei  Gerresheim,  dem  Sonnhorn  bei  Elberfeld.  dem  Heiliqen
NHrunnen  im  Luisburger  Walde,  horchte  man  auf  die  Orakel
der  Götfer.  Iiei  Dorsten  an  der  Lipe  huuste  die  heriilunte
Priesterin  Velleda,  deren  Zaithbersurũelien  ganze  Vülkerstäömme
Olindinds  vertrauten.

Eines  Tages  erschienen  drunten  in  der  Itheinebene  Münner
in  lanq  herabioallenden.  Geivändern.  Sie  kamen  als  einem
fernen  Insellunde  im  nordischen  Meere.  Es  v00en  AMõnche
aus  dem  Orden  des  heiligen  fHenediktus.  Enter  ilinen  befund
sich  aueh  der  heilige  Suithertus.

Suitbertus  entfskammtte  eisen  101#cdelienGeschled#r
Englands.  Sein  Foler  iar  der  tapfere  Graf  Sieghert  von
Nottingham,  seine  Mutter,  Rerta  mit  Namen,  soll  einem
siirstlichen  Ceschlecht  entaprossen  sein.  Nach  domaliger  Sitte
emnfing  Suitbertus  seine  Eræiehungq  in  einent  Kloster.  Selten
gab  es  einen  frömmeren  und  gelekrigeren  Schiiler.  Schon  früih
faßte  er  den  Entschluß,  ssich  dem  Priesterstande  æu  roichmen.
Seine  frammen  Eltern  260ren  damit  einverstanden,  und  so
empfing  er  naeh  neunjühriger  Vorbereitung  die  heiliqe  Priesterweihe.
  In  vorsliältnismũßiqg  jungen  Jahren  2c#rde  er  dbt  des
Alosters  æu  Dahor.  Allein  der  Geist  Gottes  trieb  ihn  Zidies,
um  den  Heiden  das  Evangelium  æu  bringen.

Als  ttte  seiner  Wirksamheit  erkor  er  sich  das  Iand
der  Friprtarischenr  Franken.  Durch  Arbeit,  Predigt  send  Gebet
geionn  er  nack  und  nach  maneh  wildes  Nerz  /ür  die  Lehre
des  Clkristentums.  Er  legte  die  Art  an  die  Witræel  der  I7ackriesen
  und  lehrte  das  Volk  das  Schiert  mit  Crabscheif  und
Pflugꝗg  vertauschen.  Aus  dem  Ilole  der  gefũllten  Báume  ließ
er  feste  Woknsitee  erbauen.  Stuunend  umstanden  die  Heiden