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5.  Bei  der  Parole  tät  er  befehlen,
Daß  man  sollt“  die  Swölfe  zählen
Bei  der  Uhr  um  Mitlternacht;

Da  sollt  all's  zu  Oferd  aufsitzen,
Mit  dem  Feinde  zu  scharmützen,
Was  zum  Streit  nur  hätte  Kraft.

6.  Alles  saß  auch  gleich  zu  Pferde,
Jeder  griff  nach  seinem  Schwerte,
Ganz  still  ruckt'  man  aus  der  Schanz'“;
Die  Musketier'  wie  auch  die  Reiter
Täten  alle  tapfer  streiten,

's  war  fürwahr  ein  schöner  Tanz.

7.  Ihr  NKonstabler  auf  der  Schanzen,
Spielet  auf  zu  diesem  Tanzen
Mit  Uartaunen  groß  und  klein,
Mit  den  großen,  mit  den  kleinen,
Auf  die  Türken,  auf  die  heiden,
Daß  sie  laufen  all  davon!

8.  Drinz  Eugenius  wohl  auf  der  Rechten
Cãt  als  wie  ein  Cöwe  fechten
Als  General  und  Feldmarschall.
Drinz  Ludewig  ritt  auf  und  nieder:
„Halt't  auch  brav,  ihr  deutschen  Brüder,
Greift  den  Feind  nur  herzhaft  an!“

0.  Orinz  Ludewig,  der  mußt’  aufgeben
Seinen  Geist  und  junges  Ceben,
Ward  getroffen  von  dem  Blei.
Drinz  Eugenius  ward  sehr  betrübet,
Weil  er  ihn  so  sehr  geliebet,
Ließ  ihn  bringen  nach  Deterwardein.

291.  Der  Große  Kurfürst  bei  Fehrbellin.

Von  Max  Hübner.
Die  Schweden  waren  auf  Anstiften  des  französischen  Königs  Ludwig
  XIV.  in  die  Mark  Brandenburg  eingefallen  und  verwüsteten
die  unbesetzten  Lande  mit  Feuer  und  Schwert.  Mit  blutendem
Herzen  vernahm  der  Kurfürst  die  traurigen  Nachrichten  und  die
Bitten  seiner  Untertanen;  aber  er  konnte  zunächst  nichts  ausrichten,
Lefebuch  für  Cbertlassen.  T.  32