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halten.  Besonders  hartnäckig  tobte  der  Kampf  an  der  Hückelsmay.
Gegen  7  Uhr  abends  war  die  Schlacht  entschieden.  Graf  Clermont
gab  den  Befehl  zum  Rückzuge  nach  Neuß.  Indessen  war  an  eine
Verfolgung  des  Feindes  wegen  der  Ermüdung  der  Soldaten  nicht
zu  denken.  Sie  bezogen  um  9  Uhr  zwischen  Crefeld  und  Fischeln
ein  Lager;  Herzog  Ferdinand  schlug  sein  Hauptquartier  in  Crefeld
auf,  wo  er  von  der  Bürgerschaft  mit  Jubel  empfangen  wurde.  Von
den  Kirchen  Crefelds  ertönte  fröhliches  Glockengelänte  und  verkündete
der  Umgegend  den  herrlichen  Sieg.  Die  erfreuten  Bewohner  führten
den  ermüdeten  Truppen  Wagen  voll  Lebensmittel  zu.  Als  Herzog
Ferdinand  am  Abend  des  ruhmvollen  Tages  über  das  Schlachtfeld
ritt  und  das  Stöhnen  und  Wehklagen  der  Verwundeten  vernahm,
traten  Tränen  der  Wehmut  in  seine  Augen.  Tiefgerührt  sprach  er
die  schönen  Worte:  „Es  ist  das  zehnte  Schauspiel  dieser  Art,  das  ich
sehe;  wollte  Gott,  es  wäre  das  letzte.“  Zum  Gedächtnis  des  glorreichen
  Sieges  ist  an  der  Hückelsmay  ein  Denkmal  errichtet  worden.
Hart  an  der  Landstraße,  die  von  Crefeld  nach  M.-Gladbach  führt,
erhebt  sich  dort  eine  Säule  aus  Sandstein.  Hohe  Tannen  wölben
ihre  Kronen  darüber.  Die  Spitze  der  Säule  ist  mit  dem  preußischen
Adler  gekrönt.  Auf  der  Vorderseite  befindet  sich  das  Reliefbild  des
Herzogs  Ferdinand  und  darunter  die  Inschrift:

„Herzog  Ferdinand  von  Braunschweig,  Königlich  preußischer
General  der  Infanterie,  besiegte  hier  am  23.  Juni  1758  mit  33000
verbündeten  Preußen,  Hannoveranern,  Braunschweigern  und  Hessen
den  Prinzen  von  Bourbon  Condé,  Grafen  von  Clermont,  mit  47000
Franzosen.“

297.  Der  Thoral  von  Teurhen.  von  dermann  Besser.

GObegt  hat  Friedrichs  hleine  Schar.  Basch  über  Berg  und  Tal
*Don  dammen  gog  das  Kaiserherr  im  Abendsonnenstrahl.

Die  Preußen  stehn  auf  Lenthens  Feld,  das  heiß  noch  von  der  SIchlacht;
Des  Tages  Schrechenswerke  rings  umschleiert  mild  die  Nacht.

2.  Doch  dunkel  ist's  hier  nunten  nur;  am  HDimmel,  Licht  an  Licht,
Die  goldnen  Sterne  ziehn  herauf  wie  Fand  am  Meer  so  dicht;
Lie  strahlen  so  besonders  heut',  so  festlich  hehr  ihr  Lauf;

Es  ist,  als  wollten  sagen  sie:  „Thr  Sieger,  blichet  auf!“

3.  Und  nicht  umsonst;  der  Preuße  fühlt's:  es  war  ein  großer  Tag;
Drum  still  im  ganzen  Lager  ist's,  kein  Jubel  noch  Gelag,
So  ftill,  so  ernst  die  Krieger  all,  kein  Lachen  und  kein  Spott  —
Anf  einmal  tönt  es  durch  die  Nacht:  „Nun  danket  alle  Gott!“