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306.  Auf  die  Schlacht  an  der  Uatzbach.

Don  Friedrich  Rückert.

Nehmt  euch  in  acht  vor  den  2.  Nehmt  euch  in  acht  vor  den
Bächen,  ächen,

Die  da  von  Tieren  sprechen,  Die  da  von  Tieren  sprechen,

Jetzt  und  hernach!  Jetzt  und  hernach!

Dort  bei  Roßbach,  dort  bei  Roßbach,  Kn  der  Katzbach,  an  der  Katzbach,

Dort  von  euern  Rossen  Da  haben  wir  den  Katzen

Hat  man  euch  einst  geschossen,  Kbgehaun  die  Tatzen,

Ist  das  Blut  geflossen  Daß  sie  nicht  mehr  kratzen.

In  rechtem  Bach.  Kein  hieb  ging  flach.

307.  Theodor  Körner,  ein  Sänger  und  ein  Held.
Von  Theodor  Herold.

Mif  den  Ruf  seines  Königs  eilte  im  Frühling  1813  das  preußische

  Volk  zu  den  Wassen.  Theodor  Körner  lebte  damals  in
Wien.  Der  rauschende  Erfolg  seiner  Theaterstücke  hatte  ihn  schnell
berühmt  gemacht.  Als  Sachse  hätte  er  dem  Aufrufe  unsers  Königs
nicht  zu  folgen  brauchen;  aber  sein  Herz  war  von  sprühender  Begeisterung
  für  den  Rachekrieg  gegen  Napoleon  erfüllt.  Wohl  hatte
der  edle  Jüngling  noch  einen  schweren  Kampf  zu  bestehen  mit  dem
eigenen  Herzen;  alle  Bande  der  Freundschaft  mußte  er  lösen,  seine
glänzende  Lebensstellung  preisgeben  und  die  teure  Braut  vielleicht
auf  immer  verlassen.  Doch  seine  opferfreudige  Vaterlandsliebe  besiegte
  alle  Schwierigkeiten  und  machte  den  Sänger  zum  Helden.
Theodor  Körner  vertauschte  die  Leier  mit  dem  Schwert  und  schrieb
am  10.  März  1813  an  seinen  Vater  in  Dresden:  „Liebster  Vater!
Neulich  schon  gab  ich  Dir  einen  Wink  über  mein  Vorhaben,  das  jetzt
zur  Reife  gediehen  ist.  Deutschland  steht  auf;  der  preußische  Adler
erweckt  in  allen  treuen  Herzen  durch  seine  kühnen  Flügelschläge  die
große  Hoffnung  einer  deutschen,  wenigstens  norddeutschen  Freiheit.
Meine  Kunst  seufzt  nach  ihrem  Vaterlande  —  laß  mich  ihr  würdiger
Jünger  sein!  Ja,  liebster  Vater,  ich  will  Soldat  werden,  ich  will
das  hier  gewonnene  glückliche  und  sorgenfreie  Leben  mit  Freuden
hinwerfen,  um,  sei's  auch  mit  meinem  Blute,  mir  ein  Vaterland  zu
erkämpfen.  Neun's  nicht  Ubermut,  Leichtsinn,  Wildheit!  Vor  zwei
Jahren  hätte  ich  es  so  nennen  lassen;  jetzt,  da  ich  weiß,  welche  Seligkeit
  in  diesem  Leben  reifen  kann,  jetzt,  da  alle  Sterne  meines
Glücke  in  schöner  Milde  auf  mich  niederleuchten,  jetzt  ist  es  bei  Gott
ein  würdiges  Gefühl,  das  mich  treibt,  jetzt  ist  es  die  mächtige  Über-