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zu  den  Lützowern;  doch  nur  wenige  Tage  sollten  ihm  noch  beschieden
  sein.  Am  25.  August  lagerte  er  zum  lettenmal  mit  seinen
Waffenbrüdern  in  fröhlicher  Runde  zusammen.  Es  war  auf  dem
Bauernhofe  Gottesgabe  in  Mecklenburg.  Als  gegen  Mitternacht  die
kriegerische  Begeisterung  immer  höher  stieg,  sang  er  den  Lützowern
unter  brausendem  Jubel  sein  neuestes  Gedicht,  das  Schwertlied,  vor:

„Du  Schwert  an  meiner  Linken,

Was  soll  dein  heitres  Blinken?

Schaust  mich  so  freundlich  an,

Hab'  meine  Freude  dran.

Hurra!"“

In  der  Morgenfrühe  brachen  die  Jägerschwadronen  und  ein
Haufen  Kosaken  nach  Gadebusch  auf,  um  einen  französischen  Transportzug
  mit  Waffen  und  Lebensmitteln  abzufangen.  Nach  einem
scharfen  Gefechte  flohen  die  Feinde  über  die  Landstraße  in  das  gegenüberliegende
  Gehölz  und  feuerten  aus  dem  Dickicht.  „Diese  Halunken!“
  rief  Körner  empört.  „Vorwärts,  Jäger!  Wer  ein  braver
Kamerad  ist,  folgt  mir!“  und  schon  sprengt  der  Heldenjüngling
auf  leuchtendem  Schimmel  quer  über  den  Graben  ins  Gebüsch.  Da
plötzlich  pfeift  eine  Kugel  aus  dem  Hinterhalt  und  trifft  Theodor
Körner  mitten  ins  treue  Herz.  Lautlos  sinkt  er  aus  dem  Sattel
und  färbt  mit  seinem  warmen  Herzblute  die  grüne  Heide.  Es  war
der  26.  August,  Blüchers  Siegestag  an  der  Katzbach.  —

Unter  einer  mächtigen  Eiche  vor  dem  Dorfe  Wöbbelin  in  der
Meckienburger  Mark  haben  die  Lützower  ihren  teuern  Kameraden
zur  ewigen  Ruhe  gebettet;  aber  solange  noch  eine  deutsche  Brust  in
Wassenrüstung  glänzt,  wird  der  Heldenjüngling  und  Sänger  Theodor
Körner  unvergeßlich  bleiben.

308.  Lützoos  wollde  Jagd.  von  Theodor  Korner.

W#  glänzt  dort  vom  Walde  im  Sonnenschein!
Pör's  ndher  und  ndher  brausen.
Es  zieht  slich  herunter  in  düsteren  Rell##n,
Und  gellende  5örner  erschallen  dareln
Und  erfüllen  die  Seele  mit  Grausen.
Und  wenn  ihr  die  schoarzen  Sesellen  fragt:
Das  Iist  ltũtzoios  wilde,  vencegene  Jagdl
2.  Was  zieht  dort  so  rasch  durch  den  finsterm  Wald
Und  streift  von  Bergen  zu  Bergen!
Es  legt  sich  In  nächtlichen  Hlnterhalt,