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grell  herauf,  ein  ungeheurer  Mißhlang  in  dieser  weihevollen  Gottesnähe.
Sausend  fliegt  das  todbringende  Geschoß  über  den  Wenningbund  und
platzt  mit  Donnerknall  in  einer  dänischen  Schanze.  Ein  Zugenblick,
und  aus  hundert  Rohren  bricht's  nun  wie  ein  Riesenhkampf  los,  Schuß
auf  Schuß,  Schlag  auf  Schlag.  Krachen,  Blitzen  und  undurchsichtiger
Dulverdampf  füllen  bald  die  Luft;  Klammen  schlagen  auf;  Halisaden
und  Blockhäuser  stürzen  berstend  wie  Splitter  auseinander;  Derderben
und  Verwüstung  überall.  Wohl  dröhnt  von  den  Schanzen  gleiche  Kutwort
  zurüch;  Granaten,  Spitzhugeln  und  Bomben  fliegen  pfeifend  über
die  Köpfe  der  in  den  Gräben  harrenden  todesmutigen  Krieger  fort;
aber  bald  verstummt  eine  Schanze  nach  der  andern;  der  drückenden
Wucht  der  preußischen  Batterien  vermag  der  Seind  nicht  zu  widerstehen.

heute  gilt's,  Dergeltung  zu  fordern  für  die  langjährige  dänische
Tnyrannei,  für  so  viel  Schmach  und  Elend.  Darum  kein  Dulver  geschont!
  Die  Rohre  glühen;  mit  heldenhafter  Überanstrengung  arbeiten
die  wachern  Kanoniere;  noch  eine  Stunde,  dann  beginnt  der  Uodesreigen,
  zu  dem  Haubitzen  und  Mörser  ihre  furchtbare  Musik  ertönen
lassen.  Klle  Uhren  sind  gleichmäßig  gestellt.  Einige  Minuten,  dann
wird's  wie  eine  Wetterwolhe  aus  der  Erde  herauf  von  siegestrunkenen
todgeweihten  deutschen  Männern  hervorbrechen.  Noch  dröhnen  die
Kanonen;  noch  zittert  die  Erde  —  da  wird's  still.  Der  letzte  Schuß
verhallte  soeben.  Uotenblässe  überzieht  die  Gesichter  der  Krieger;  hier
ein  letzter  Hhändedruch,  ein  Gruß,  ein  Blich  des  Lebewohls.  Klles
Blut  scheint  nach  dem  herzen  zurüchzufließen;  krampfhaft  hebt  und
senkt  sich  die  Brust;  eine  Sekunde,  nur  eine  einzige  Sehunde  —  da
tönt  vom  Spitzberge  herab  das  Seichen  zum  Sturme.  Die  Trommeln
  wirbeln,  die  hörner  schmettern,  und  zum  wilden  Todestanze
schallt  jetzt  von  den  vereinten  Musihkkorps  der  Hohenfriedberger  Marsch
zu  den  Schanzen  empor.  Mit  brausendem  hurra  bricht  es  aus  der
dritten  Darallele  wie  Wettersturm  hervor  und  wälzt  sich  in  sechs
Sturmkolonnen  zu  den  Düppelhöhen  hinan.  Ein  rollendes  Gewehrfeuer
  begrüßt  die  Braven;  doch  unaufhaltsam,  ohne  Schuß,  ohne  Wanken
  und  Stillstand  geht  es  vorwärls,  weiter,  und  immer  neue  Massen
drängen  sich  nach.  Da  fällt  der  erste  Karlätschenschuß  von  oben,  noch
einer,  noch  einer,  von  allen  Seiten  regnet  es  jetzt  nieder.  Blutig  zusammengeballt,
  in  Haufen  übereinandergetürmt,  liegen  die  Hreußen
und  deuten  den  Nachdrängenden  den  Weg  zum  Siege  und  zum  Ruhme.
Wer  aber  blicht  heute  rüchwärts!  Ein  jeder  will  der  erste  oben  sein,
und  gölte  es  auch  mit  brechendem  Auge,  den  Tod  im  herzen.  Ein
preußischer  Siegestag  ist  angebrochen.  Da  —  was  ist  das  ?  Lawinenartig
braust  es  in  Jubeltönen  von  den  höhen  und  hallt  über  das  Wasser
fort.  Hoch  in  der  Tuft  flattert  von  Schanze  6  die  erste  preußische