3.  Ain  des  Vaters  Sarkophage
Lehnet  König  Wilhelm  mild,
Und  sein  feuchtes  Kuge  ruhet
fuf  der  Mutter  Miarmorbild.

4.  „Heute  war'“s  vor  sechzig  Jahren,“
hleise  seine  Lippe  spricht,

„Hls  ich  sah  zum  letzten  Male
Meiner  UMautter  Kngesicht!

5.  Heute  war'“  vor  sechzig  Jahren,

Als  ihr  deutsches  Herze  brach
Um  den  liohn  des  bösen  fFeindes,
Um  des  Uaterlandes  Schmach!

b.  Jene  Schmach  hast  bu  gerochen
Längst,  mein  tapfrer  Vatec,  du;
Hber  Frankreich  wirft  aufs  neue
Heute  uns  den  Handschuh  zul

7.  Wleder  sitzt  ein  Gonaparte
Bänkevoll  auf  Frankreichs  Thron,
Und  zum  Kampfe  zwingt  uns  heute
Wieder  ein  Hapoleon.

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6.  Tvret’isch  denn  zum  neuen  Kampfe
Wider  alte  Feinde  ein,
Dann  soll's  mit  dem  alten  Zeichen,
Mit  dem  Kreuz  von  Eisen  sein!

9.  Der  Erlösung  heilig  Zeichen
Leuchte  vor  im  heil’gen  Krieg,
Und  der  alte  Sott  im  Himmel
Schenkt  dem  alten  König  Sleg!

10.  Glicke  segnend,  Mutterauge!
Uöater,  sieh,  deln  Sohn  ist  hier!
Und  auch  du,  verkläcter  Gruder,
Heute  ist  dein  Herz  bei  mir.“

I1.  Leise  weht  es  durch  die  Halle  —
König  Wilhelm  hebt  die  Hand,
Kll  die  goldnen  Sprüche  funkeln
Siegverheißend  von  der  Wand.

12.  Zu  TCharlottenburg  im  Garten
Hus  dem  dustern  Fichtenhain

Teritt  der  König,  hoch  und  mächtig,
Um  sein  Hintlitz  Sonnenschein.

320.  Die  Wacht  am  Rhein.

Von  Max  Schneckenburger.

10  braust  ein  Ruf  wie  Donnerhali,
Wie  Schwertgeklirr  und  Wogenprall:
„Zum  Rhein,  zum  Rhein,  zum  deutschen  Rhein,

Wer  will  des  Siromes

Hüter  secin!“

Lieb  Vaterland,  magst  ruhig  sein,
Fest  steht  und  Uueu  die  Wacht  am  Rheink!

2.  Durch  Hunderttausend  zuckt  es  schnell,
Und  aller  Augen  blitzen  hell:
Der  deutsche  Jüngling,  framm  und  stark,
Beschirmt  die  heill’ge  Landesmark.
Lieb  Vaterland,  magst  ruhig  sein,
Fest  steht  und  treu  die  Wacht  am  Rhein!