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3.  Er  blickt  hinauf  in  Himmelsaurn,
Wo  Heldenväter  niederschaun,
Und  schwört  mit  stolzer  Kampfeslust:
„Du,  Rhein,  bleibst  deursch  wie  meine  Brustl“
Lieb  Vaterland,  magst  ruhig  sein,
Fest  steht  und  treu  die  Wacht  am  Rhein!

4.  „Und  ob  mein  Herz  im  Tode  bricht,
Wirst  du  doch  drum  ein  Welscher  nicht;
Reich  wie  an  Wasser  deine  Plut
Ist  Deutschland  ja  an  Heldenblut.“

Lieb  Vaterland,  magst  ruhig  sein,
Fest  steht  und  treu  die  Wacht  am  Rheinkt

5.  „Solang  ein  Tröpfchen  Blut  noch  glüht,
Noch  eine  Faust  den  Degen  zieht
Und  noch  cin  Arm  die  Büchse  spannt.
Betritt  kein  Welscher  deinen  Strand.“
Lich  Vaterland,  magst  ruhig  sein.
Fest  steht  und  treu  die  Wacht  am  Rhein!

6.  Der  Schwur  erschallt,  die  Woge  rinnt,
Die  Fahnen  flattern  in  dem  Wind.
Zum  Rhein,  zum  Rhein,  zum  deutschen  Rheinkt
Wir  alle  wollen  Hüter  sein!
Lieb  Vaterland,  magst  ruhig  sein,
Fest  steht  und  treu  die  Wacht  am  Rhein!

321.  Der  Sieger  von  Wörth.  von  Karl  Niein.

WMãhren  das  siegreiche  deutsche  Heer  teils  in  geschlossenen  Kolonnen
vorüberflutete,  teils  in  aufgelösten  haufen  das  eroberte  Dorf
Fröschweiler  in  Besitz  nahm,  erscholl  plötzlich  von  Wörth  herauf  ein  unbeschreibliches
  Getöse.  Es  mußte  wieder  etwas  Neues,  Zußerordentliches
im  Knzuge  sein.  Die  Soldaten  sprangen  aus  den  häusern  und  Höfen
heraus,  stellten  sich  in  Reih'  und  Elied  und  bildeten  auf  beiden  Seiten
der  Straße  eine  undurchdringliche  Mauer.  Ich  stand  auf  der  haupttreppe.
  „Was  ist  denn?“  „Der  Kronprinz  kommt!  Der  Kronprinz
kommt!“  —  Ich  kann  nicht  sagen,  wie  diese  Nachricht  meine  Seele
durchzuchte.  Ich  rief  meinen  Leuten:  „Schnell  heraus,  der  kronprinz
von  Preußen  kommt!“  Und  das  Getöse  dringt  immer  näher,  und  das
Triumphgeschrei  wird  immer  größer.  —  Jetzt  sind  sie  im  Unterdorf  —