—  557  —

Hosheil  dorthin  gesundt  Dat,  achicen  ohne  Interluß  in  diese
Freisfdtte  des  Sehmeræes,  allein  iber  frugt  naeh  den  ivenisen.,  dis
ier  æum  Opfer  werden,  ivo  Tausende  bereits  das  Opfer  sind“
T’or  einer  elenden  Scheune,  die  eine  niedere  Aluner  deckt.
ist  der  Verbandplautæ  errichter  die  Ambulaneiagen,  in  denen
lerbandeeuq  und  die  chirurgischen  Instrumente  liegen,  stelten
im  Iolbkreis  uniher,  und  über  ihnen  teli  die  weiße  Fuhne
mit  dem  roten  Krerz.  Endlos  und  immer  wieder  konunen  die
Träger  der  I’ertzcundeln  und  P’inen  neue  Arbest  auf  der
Schmeræensbalire.  Vor  den  Veriundeten  hnien  die  Aræte  auuf
der  Erde.  Chloroform  und  Atliær  ioerden  bereitgehulten.  Hier
bringt  die  Hilfe  Segen,  und  dort  verlüngert  sie  47  die  Qual.
Von  dem  Verbandplatee  æaiehen  die  langen  I’ahenreihen
in  adelilent  Schritt  Aimioeg,  um  die  Veriundeten  ins  näclisle
Lauæurett  æan  hren  aus  dem  atilrmischen  Lürm  kommer:  wir
in  die  atille  Schiiile  des  Kranskensaules,  260  der  Atem  leiser
geht,  rvo  ein  stummer  T'rost  iiber  allen  Schmerzen  iurltet.
H’ir  zind  in  einem  deulschen  Hospital  an  der  franæõsischen
  (Zrezze.  Luũngs  der  Wand  atehen  niedere  Hetten,  an
denen  der  Aret  sorpscm  anhält,  vor  denen  aulles  bereifstene,
r  Linderunq  und  P'reude  bringt.  Freund  tud  Feind  liegen
Rier  beisamimen,  aber  sie  reiehen  sich  stumm  die  Hund,  sie
hlichen  sich  rersoef  in  die  Augen,  venn  einer  sich  qiifrichtet,
um  den  Sannenstralil  eu  erhasehen  oder  mit  heißer  Mand  die
Sorgen  von  der  Stirn  æu  verschechen.  Tiefes  Mitleid  beiwegt
  unsere  Seele,  aber  2fr  sind  doch  gefröstef,  weil  so  niele
milde  Hnde  die  Schmerzen  stillen  und  die  Wunden  leilen.
Auf  manchem  Lager  liegt  ein  grüner  Ziveig  ocker  eine
frische  Dlme  der  Kranke  #  sie  in  seinen  mücken  Hũnden,
die  Nosstzap  aus  Genesunq  zend  Ileimkelir  erfüillt  seine  Seele.
M’ir  sesen  es  an  den  hallbgeschlossenen  dugen,  an  den  aprechenden
  Aienen  der  Kranden,  Ja0  die  Gedanhen  daheim  sind
bei  Weib  und  Kind.  Welch  ein  wunderbarer,  traumartiger
Zuatand,  in  dem  noch  dus  Zcho  des  Gesechtes  widerhallt,  und
deercse  den  æugleieh  die  Laute  des  Friedens  und  der  Heimat
tõnen!  —  Unlörbar  gelit  die  Barmheræige  Schwester  hin  und
iieder,  der  Johanniter  reicht  Erfrisclkungen  dar,  auch  die
Abgesandten  der  Vereine,  die  ihre  Vorrũte  aus  Deutscehland
bringen,  treten  heran  und  bringen  GCrüte  von  daheim  tund
die  Sprache  des  Vaterlundes.  Und  wenn  sie  aueh  günetien.
fremd  und  unbekannt  sind,  so  werden  sie  doch  mit  Freuden
begrũßt,  da  sie  ja  aus  der  Meimat  kommen.