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wartung  übersticgen  und  wesentlich  dazu  beigetragen  haben,
der  Armeec  unter  den  schweren  Mühsalen  des  Krieges  Freudigkeit
  und  Kralt  zu  erhalten.“  Hat  die  Königin  Augusia  nach
des  Weibes  Art  und  Vermögen  nicht  wacker  am  Deutschen
Reiche  mitgebaut?

4.  Vom  letzten  Leid.

Aus  der  Königin  Augusta  war  nun  eine  Kaiserin  geworden,
  und  die  Kaiserin  wur  mit  Ehren  und  Orden  aller  Art
reichlich  geschmückt.  Die  köstlichsten  aber  von  allen  Ehren
und  Orden  sind  doch  die,  die  kein  Mensch  dem  andern  zuwenden
  kann,  sondern  die  Gottes  Gnadenhand  selber  uns  spendet,
  hier  einem  armen  Hirtenweiblein  und  dort  einer  Fürstin,
wie  es  ihm  gefällt.  Anch  an  der  Kaiserin  Augusta  ist  er  nicht
vorübergegungen.  Hat  sie  nicht  neben  ihrem  greisen  Lebensgelährten
  als  eine  goldene  Jubelbraut  am  Altar  gestanden  und
die  Mahnung  sich  predigen  lassen,  die  für  goldenc,  silberne
und  grüne  Tage  in  Geltung  bleibt:  „Seid  fröhlich  in  Hoffnung,
geduldig  in  Trübsal,  hallct  an  am  Gebet?“  lat  sie  nicht  auch
Enkel  und  Urenkel,  Jlarunter  den  vierten  Kaiser,  segnend  geschaut?
  Sind  nicht  auch  ihre  Anstalten  und  Einrichtungen,
das  Augustahospital,  das  Kaiserin-Augusta-Stift,  das  goldene
Kreuz  für  Dienstboten,  die  vierzig  Jahre  derselben  Herrschaft
treulich  gedient  haben,  und  manches  andere  fröhlich  gedichen
und  vielen  Lenten  zum  Segen  geworden?

Aber  davon  müssen  wir  noch  schreiben,  daß  die  Ehren
und  Orden  auch  bei  ihr  leider  reichlich  mit  Dornen  und  Nügeln
gespickt  waren.  Als  im  Jahre  1878  böse  Buben  aul  den  alten
Kaiser  Wilhelm  geschossen  haben,  da  drangen  die  Kugeln  auch
ihr  in  das  Herz,  und  sie  saß  manche  Stunde  am  Krankenbett
des  Verwundeten  und  pflegte  ihn  traurig  und  treu;  war  sie
doch  selber  schon  lange  Zeit  an  ihrem  eigenen  Leibe  gebrechlich
  und  wurde  es  noch  mehr,  als  sie  sich  im  Jahre  1881
operieren  lassen  muhte.  Da  hat  sie  sich  den  Rest  ihres  Lebens
fast  nur  noch  im  Rollstuhl  fortbewegen  können.  So  saß  sie
auch  eines  Mürztages  im  Jahre  1888  in  ihrem  Palast,  als  ein
hoher  statllicher  Herr,  im  besten  Mannesalter  stehend,  zu  ihr
hereintrat.  Der  lieb  sich  vor  ihr  auf  dio  Knic  nieder,  barg

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