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und  gleich  darüber  weg  bis  an  ihren  jenseitigen  Rand,  wo  der
Busch  wieder  aufing.

Das  ganze  Lager,  die  schweren  Wagen  mit  den  langen  ochsenreihen,
  die  Hunderte  von  Pferden,  die  Lazarettwagen  mit  den  Arzten,
  Verwundeten  und  Toten,  das  Hauptquartier,  alles  kam  hinterher
  und  lagerte  sich  auf  der  Lichtung.  Wir  aber  lagen  rund  um  sie
am  Rand  des  Buschfeldes  und  wehrten  die  Feinde  ab,  die  bald  hier,
bald  da  in  wilden  Haufen  mit  lautem  Schreien  durch  den  dichten
Busch  heranbrachen.

Und  nun  kletterten  die  Unsern  hinter  uns  mit  Feldkesseln  in
die  zehn  Meter  tiefen  Wasserlöcher  und  füllten  die  Eimer,  die  an
zusammengebundenen  Zügeln  hinabgelassen  wurden,  und  fingen  an,
Mensch  und  Tier  zu  tränken.  Wenn  je  zehn  Tiere  ein  wenig  bekommen
  hatten,  war  das  Wasserloch  leer.  Es  waren  wohl  zehn  oder
zwölf  Löcher  an  dieser  Stelle.

Die  Sonne  ging  unter.  Einige  von  uns  schlichen  hoch  und
hieben  mit  den  Seitengewehren  Buschwerk  ab  und  machten  einen
Kraal  vor  uns.  Die  Artilleristen  stellten  hinter  uns  die  Maschinengewehre
  und  Geschütze  auf  und  knieten  daneben.  Abgesandte  Kameraden
  krochen  von  Mann  zu  Mann  und  gaben  uns  ein  wenig
Wasser.  Hinter  uns  tränkten  sie  im  Dunkeln  die  unruhig  drängenden
  Haufen  der  Tiere;  an  den  Lazarettwagen  gingen  die  Pfleger
mit  Laternen  in  der  Hand  und  beugten  sich  über  jeden.  Dazwischen
fenerten  die  Feinde  noch  immer.  Rund  ums  Lager  blitzte  es  auf
im  dunkeln  Busch.

Erst  gegen  Mitternacht  wurde  es  stiller.  Wir  reichten  uns
von  Hand  zu  Hand  ein  wenig  Zwieback.  Dann  kam  die  völlige
Dunkelheit,  zan,  das  Schießen  hörte  auf.

Am  Morgen  erfuhren  wir  zu  unserer  großen  Verwunderung,
daß  der  Feind  abgezogen  war,  und  zwar  in  wilder  Flucht.

Wir  wären  ihm  gern  gleich  gefolgt,  aber  Menschen  und  Tiere
waren  am  Ende  ihrer  Kraft.  So  ruhten  wir  denn  diesen  Tag,  aßen
ein  wenig  und  reinigten  und  besserten  an  unserm  Zeug  und  unsern
Gewehren.

Gegen  Abend  begruben  wir  unsere  Toten  unter  dem  Baum.

341.  Ein  Arbeitstag  unsers  Kaisers.
Von  Johannes  LKeßler.
Noch  der  langen  Fensterreihe  im  ersten  Stockwerke  des  Königlichen
  Schlosses  zu  Berlin  hat  schon  mancher  vom  Neptunsbrunnen
  her  mit  Ehrfurcht  hinaufgeschaut.  Dort  wohnt  und  arbeitet