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Nach  Seinem  erhabenen  Willen  ist  es  unter  freudiger  Zustimmung
  der  verbündeten  Regierungen  und  der  verständnisvollen
  Mitwirkung  des  Reichstages  gelungen,  den  schwierigen
und  weitverzweigten  Ausbau  der  staatlichen  Arbeiterfürsorge
auf  dem  Gebiete  der  Kranken-,  Unfall-  und  Invalidenversicherung
s80  zu  fördern,  daß  die  Hilfsbedürftigen  in  den  Tagen  der  Not
einen  Rechtsanspruch  auf  gesetglich  geregelte  Bezüge  besitzen.
Die  Arbeiter  haben  damit  dank  den  umfassenden  Leistungen
des  Reichs  und  ihrer  Arbeitgeber  sowie  auf  Grund  ihrer  eigenen
Beiträge  eine  erhöhte  Sicherheit  für  ihren  notwendigen  Lebensunterhalt
  und  für  den  Bestand  ihrer  Familien  erreicht.  Die
großen  und  werbenden  Gedanken  der  Kaiserlichen  Botschaft
haben  diesen  Erfolg  aber  nicht  nur  in  unserm  eigenen  Vaterlande
  gezeitigt,  sondern  wirken  auch  weit  über  dessen  Grenzen
hinaus  vorbildlich  und  bahnbrechend.  Leider  wird  die  Erreichung
des  höchsten  Zieles  der  Kaiserlichen  Botschaft  gehemmt  und
verzögert  durch  den  andauernden  Widerstand  gerade  von  der
Seite,  welche  glaubt,  die  Vertretung  der  Arbeiterinteressen
vorzugsweise  für  sich  in  Anspruch  nehmen  zu  können.  Gleichwohl
  vertraue  lch  auf  den  endlichen  Sieg  gerechter  Erkenntnis
des  Geleisteten  und  auf  wachsendes  Verständnis  für  die  Grenzen
des  wirtschaftlich  Möglichen  in  allen  Kreisen  des  deutschen
Volkes.  Dann  wird  sich  auch  die  Hoffnung  Kaiser  Wilhelms
erfüllen,  daß  sich  die  Arbeiterversicherung  als  dauernde  Bürgschaft
  inneren  Friedens  für  das  Vaterland  erweisen  möge.  In
dieser  Zuversicht  ist  es  Mein  fester  Wille,  daß  die  Gesetggebung
  auf  dem  Gebiete  der  sozialpolitischen  Fürsorge  nicht
ruhe  und  in  Erfüllung  der  vornehmsten  Christenpflicht  auf  den
Schutz  und  das  Wohl  der  Schwachen  und  Bedürkftigen  fortgesetzt
bedacht  sei.

Durch  gesettliche  Vorschriften  und  Leistungen  allein  ist
indes  die  Aufgabe  im  Geiste  der  Kaiserlichen  Botschaft  und
ihres  erlauchten  Schöpfers  nicht  zu  lösen.  sch  erkenne  es  an
dem  heutigen  Tage  gern  an,  daß  es  im  deutschen  Volke  nie  an
Männern  und  Frauen  gefehlt  hat,  die  freiwillig  und  freudig
ihre  Kraft  in  den  Liebesdienst  am  Wohle  des  Nächsten  stellten,
und  sage  allen,  die  sich  dem  großen  sozialen  Werke  unserer
Zeit  selbstlos  und  opferwillig  widmen,  Meinen  kaiserlichen  Dank.