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28  kanftest,  ist  tatsächlich  versteuert.  Der  Staat  bestimmt  nämlich,
  daß  der  Zuckerfabrikant  ihm  von  je  100  kg  Rohzucker  14  4#
Abgabe  entrichtet.  Nun  denkst  du  wohl,  das  ist  ja  fein,  daß  der
Fabrikant  das  zahlen  muß  und  nicht  ich!  Allein  wir  schlüpfen  doch
nicht  frei  durch.  Hätte  der  Fabrikant  jene  14  .4  Steuer  nicht  zu
entrichten,  so  könnte  er  an  den  Kaufmann  und  dieser  an  uns  jedes
Kilo  um  14  Foder  jedes  Pfund  um  7  billiger  verkaufen.  Wir
brauchten  dann  für  das  Pfund  Zucker  nicht  28,  sondern  eben  nur
21  F  zu  zahlen.  So  wandern  von  den  28  7  von  uns
durch  die  Hand  des  Kaufmanns  und  durch  die  Geldkasse  des  Fabrikanten
  hindurch  für  den  Staat  auf  das  Steueramt.  Das  ist  ein
Umweg,  und  deshalb,  weil  wir  solche  Steuern  nicht  geradeswegs  —
direkt  —,  sondern  auf  Umwegen,  also  indirekt,  zahlen,  nennt  man
sie  indirekte  Steuern.

Viele  Leute  schelten  allerdings,  sooft  sie  etwas  von  Tabakund
  Bier=  und  Zucker=  und  Salzsteuer  hören.  Ja,  die  ersten  beiden
wollen  sie  noch  gelten  lassen;  aber  daß  Zucker  und  Salz,  die  man
doch  in  jedem  Haushalt  braucht,  versteuert  werden  müssen,  das
nennen  sie  ungerecht.  In  der  Tat  strebt  jeder  Finanzminister  danach,
  zunächst  von  solchen  Dingen  Steuern  zu  erheben,  die  man
nicht  notwendig  braucht,  wie  Champagner,  allerlei  sonstige  Weine,
Tabak  und  Spielkarten.  Man  nennt  diese  Dinge  Luxusartikel  und
bezeichnet  derartige  Steuern  als  Luxussteuern.  Da  man  ganz  gut
ohne  Champagnertrinken,  Zigarettenrauchen  und  Kartenspielen  leben
kann,  so  ist  es  gewissermaßen  freier  Wille  eines  jeden,  ob  er  diese
Steuer  bezahlen  will  oder  nicht.  Er  braucht  bloß  das  Rauchen
bleiben  zu  lassen,  so  ist  er  von  der  Tabaksteuer  frei.  Gerade  das
loben  viele  wohlmeinende  Männer  und  Frauen,  daß  hohe  Luxussteuern
  die  Leute  von  Luxusausgaben  abhalten.

Da  wird  nun  jeder  sofort  merken,  daß  dem  Staat,  der  doch
viel  Geld  braucht,  mit  Luxussteuern  allein  schlecht  gedient  wäre:
denn  wollte  der  Staat  allen  Geldbedarf  auf  diese  Weise  decken,  so
müßte  er  das  Bier  und  den  Likör  und  den  Tabak  so  hoch  besteuern,
  daß  nur  noch  die  reichsten  Leute  diese  Dinge  genießen  könnten,
und  doch  käme  er  bei  weitem  nicht  zu  dem  Betrag,  den  er  notwendig
  braucht.  Deshalb  also  müssen  auch  andere,  und  zwar  notwendige
  Lebensmittel  besteuert  werden,  wie  Salz  und  Zucker.  Diese
braucht  jedermann,  darum  bringen  sie  der  Staatskasse  eine  große
und  sichere  Einnahme.  Und  jeder  braucht  Zucker  und  Salz  immer
nur  in  kleiner  Menge,  so  daß  die  Steuer  im  Einzelfall  geradezu
verschwindend  gering  ist.  Wenn  uns  die  Mutter  das  Zehnuhrbrot
mit  Eingemachtem  verfüßt,  so  ruht  auf  dem  darin  enthaltenen  Zucker